Business-Coaching and more

Business-Coaching and more

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00:00:04: Sprecher 1 Willkommen beim Podcast Business Coaching More von Dr. Christopher Rauern und Andreas Steinhübel. Informationen und Inspiration für Coaching Profis und alle, die es werden wollen.

00:00:18: Sprecher 3 Mein Name ist Christopher Raun.

00:00:20: Sprecher 2 Und mein Name ist Andreas Stahlnübel. Wir arbeiten beide seit über 25 Jahren als Business Coaches und sind ursprünglich Diplom psycholog.

00:00:28: Erhoben.

00:00:29: Sprecher 3 Und mit diesem Podcast wollen wir unsere Erfahrungen rund um das Thema Coaching teilen und dabei auch ein bisschen über den Tellerrand hinausblicken.

00:00:38: Sprecher 2 Und heute sprechen wir über das Thema Lust auf Leistung und ich mach mal ne selbstoffenbarung, während ich über das Thema nachgedacht hab. Christopher, hab ich ne ganz ernsthafte Lust empfunden heute was zu leisten, kannst zu diesem Gefühl was abgewinnen.

00:00:55: Sprecher 3 Ich finde das ganz hervorragend, weil.

00:00:59: Sprecher 3 Für viele Menschen ist ja Leistung irgendwie was, was quälendes und für mich und auch für dich. Wenn ich das so sagen darf, ist ja Leistung erstmal per se nichts Negatives, sondern ich find das ja gut, ich freue mich, wenn ich leistungsfähig bin, ich freue mich, wenn andere Menschen leistungsfähig sind und da Freude daran habe. Man muss natürlich darauf achten, dass ein Aspekt da nicht so sehr in den Vordergrund beikommt, nämlich.

00:01:24: Sprecher 3 Sie über Leistung zu verschleißen.

00:01:27: Sprecher 3 Und ich glaube, das gibt bei vielen Menschen dann so ne negative Kombination zum Thema Leistung oder ne negative Assoziation zum Thema Leistung.

00:01:36: Sprecher 3 Und für mich ist Leistung deswegen ja erstmal wie gesagt was Positives, wenn eben diese Bedingungen erfüllt ist, dass es nicht mit Verschleiß zusammenhängt, sondern dass es wirklich darum geht, Freude an Leistung zu haben, Freude am Schaffen, auch Freude an der Selbstbestätigung, die in Leistung drin stecken kann. Deswegen ist das für mich sehr positiv, erstmal konotti.

00:01:56: Sprecher 3 Wird.

00:01:58: Sprecher 2 Ja, ich kann das sehr, sehr teilen. Ich habe gerade so gedacht, das Thema Druck und Leistung sollten wir, glaube ich, noch mal differenzieren, also was ist eigentlich so ein Druckempfinden und was ist eine Leistungsfreude? Du hast den Begriff gerade genutzt, ich Koppel da mal an, also wirklich dieses tiefe Vergnügen zu haben, an Ergebnissen etwas zu gestalten, etwas zu schaffen, ich nehme gern das Beispiel.

00:02:21: Sprecher 2 Meines Großvaters. Der war ursprünglich Tischler, dann Tischlermeister. Ich hab das geliebt, endlich mal einer der nen richtigen Job hatte, nicht so wie wir Coaches hier, der hat Sachen gemacht und ich erinner mich noch wie heute, der hat abends dann immer gesagt, so heute habe ich was geschafft, was hast du gemacht, der hat ne Zeit tische gebaut ich hab nen Tisch gebaut ne so hat der große Industriehallen wie mit Parkett und sonst was gefüllt also ergebnisorientiertes.

00:02:52: Sprecher 2 Vergnügen und ich mach mal so ne Clique Aussage.

00:02:56: Sprecher 2 Mein Eindruck ist, dass das fast gerade n bisschen in Vergessenheit gerät. Jetzt müssen wir ja dazu sagen, wir haben das eingangs gesagt, wir gucken das ja aus einer psychologischen Perspektive an, und ich behaupte mal ganz frech, Leistung ist ein urmenschlicher Wunsch, ein urmenschliches Bedürfnis, wir wissen, dass es das basismotiv Leistung gibt, wir wissen, dass Menschen sich in Leistung.

00:03:20: Sprecher 2 Und Spiel verwirklichen können. Das ist fast ein kleines Votum, wieder an Leistung zurückzuerinnern, als Teil als guter Teil des menschlichen Daseins.

00:03:32: Sprecher 2 Das Gegenteil davon ist nicht Wellness, sondern das Gegenteil ist eine Situation zu haben, wo ich.

00:03:41: Sprecher 2 Im Bild eines Autos mich mal wieder kurz runterfahre, wo ich mich entlaste, um dann aber auch wieder Schwung zu holen für ne nächste Leistung.

00:03:53: Sprecher 2 Wenn wir jetzt ahnig, schon während wir das hier so Kick sprechen, gibt es die ersten Zuhörende, die sagen, Oh, jetzt gehen sie, aber jetzt wollen sie uns hierzu mehr Leistung pushen. Wie siehst denn du die Diskussion gerade Christopher?

00:04:06: Sprecher 3 Ja, ich denke, man muss halt unterscheiden zwischen einer selbstbestimmten Leistung und auch einer fremdbestimmten Leistung, die von einem gefordert wird. Ne. Und ich sag ja mal, das ist ja im Grunde genommen dann ne schöne Leistung, wenn man die sich von sich selbst fordert. Ja, Anspruch ist ja in meiner Welt zumindest immer selbstanspruch, also was verlange ich sozusagen, was erwarte ich von mir selbst?

00:04:32: Sprecher 3 Und ich finde es immer sehr schön, wenn man sich ein hohes Ziel steckt oder überhaupt ein Ziel steckt. Und wenn man dann in der Lage ist, das zu erreichen, weil das einfach dieses positive Gefühl von Selbstwirksamkeit hinterlässt und wenn das gegeben ist, glaube, dann macht Leistung auch Freude. Andersrum bedeutet das natürlich auch, wenn ich jetzt ein fremdgestecktes Ziel habe und ich mir das nicht selbst ausgesucht habe und ich erreiche es dann vielleicht auch nicht, sondern ich erreiche irgendwas anderes.

00:05:01: Sprecher 3 Möglicherweise werde ich dann noch kritisiert, weil ich das nicht so erreicht habe, wie es hätte erreichen können oder wie es hätte erreichen sollen. Glaub, dass das dann eben zu Frustration führt und damit wird dann Leistung auch etwas, was mit ja negativen Emotionen gekoppelt wird und wir müssen, wenn wir über Lust an Leistungen reden, natürlich auch darüber nachdenken, wie wir so eine Teufelsspirale, weil das zieht einen ja nach unten, ja du hast keine Lust was zu leisten, du gibst dir weniger Mühe.

00:05:31: Sprecher 3 Entsprechend ist die Leistung schlecht. Du kriegst eine schlechte Bewertung, du hast noch weniger Lust zu leisten.

00:05:36: Sprecher 3 Gehst dem Ganzen aus dem Weg. Ja, dadurch wirst du belohnt in Anführungsstrichen, weil du musst dich jetzt nicht damit auseinandersetzen und so geht ne negative Spirale nach unten halt immer weiter und am Ende machst du gar nichts mehr und hast auch auf nichts mehr Bock.

00:05:50: Sprecher 3 Das Gute ist, und das ist die positive Nachricht, auch, die wir ja heute mit Reingeben wollen.

00:05:56: Sprecher 3 Diese Spirale, die nach unten führt, könnte die gleiche Spirale sein, die nach oben führt. Das heißt, wenn ich Freude an Leistung habe, ich hab mir ein Ziel gesetzt.

00:06:06: Sprecher 3 Ich habe dieses Ziel erreicht. Ich kriege eine positive Rückmeldung darauf, dann setze ich mir das nächste Ziel, vielleicht mit mehr Freude, oder ich setze es vielleicht auch ein.

00:06:15: Sprecher 3 Höher erreiche das vielleicht auch, weil ich positiv und motiviert halt rangehe. Oder ich erreiche es zumindest mit höherer Wahrscheinlichkeit.

00:06:24: Sprecher 3 Und dann hab ich natürlich ne Chance, dass mich die positive Spirale nach oben zieht. Und je nachdem, wie daneben die Ausgangsbedingungen sind und wie mein Mindset halt auch funktioniert, mit welcher Einstellung ich der Arbeit entgegentrete oder mich darauf einlasse oder mir das zu eigen mache, was da passiert ist.

00:06:44: Sprecher 3 Je nachdem werde ich von dieser Spirale nach oben gezogen oder ich werde es halt nach unten gezogen. Oder vielleicht ist es mal das eine, Mal das andere und ich oszilliere so um den Mittelweg halt drum herum, wie das wahrscheinlich die meisten Menschen machen.

00:06:59: Sprecher 3 Da kann ich dann natürlich dein dein Großvater gut verstehen, weil es gibt ja nichts Schöneres, als wenn man aus meiner Sicht, zumindest wenn man am Ende des Tages sehen kann, was man gemacht hat.

00:07:12: Sprecher 3 Aber jetzt sind wir ja auch immer mehr ne Dienstleistungsgesellschaft geworden und jetzt außer jetzt vielleicht im verarbeitenden Gewerbe, im Handwerk, also da, wo man wirklich was anfassen kann, was man gemacht hat, haben wir ja natürlich viele Leute, die Brainwork machen, da kannst du nichts anfassen und vieles kannst du vielleicht auch nicht mal richtig sehen. Und wenn du sehen kannst, wenn du vielleicht einen Text geschrieben hast oder wenn du ein Konzept erstellt hast, dann.

00:07:37: Sprecher 3 Dann ist es auch ungewiss, was für ein Feedback man da bekommt und man muss natürlich auch sagen Thema.

00:07:44: Sprecher 3 Künstliche Intelligenz?

00:07:46: Sprecher 3 Viele Sachen, die man vielleicht früher noch mit einem Gewissen Stolz erledigt hat. Da wissen wir ja mittlerweile, dass es inzwischen KI Systeme gibt, die da gar nicht so schlecht sind, ja auch Dinge zusammenzufassen und ja, ganze Bücher im Grunde genommen zusammenzufassen, das entsprechend aufzubereiten.

00:08:06: Sprecher 3 Und glaub das macht es für einige Leute dann halt auch schwierig, weil die dann kaum noch sehen können, was sie gemacht haben.

00:08:15: Sprecher 2 Es gibt den schönen psychologischen Begriff des Werkstolzes, und da Koppel ich mal an, also darin auch wieder zurückzukommen, und das ist gerade so schön ausgeführt, wenn wir mal schauen. Also das Ideal wäre ja, wir können uns selbstbestimmt Ziele setzen, wir können uns selbstbestimmt in Leistung erleben, für mich ist so das Bild des Sportlers teil noch mal sehr passend, also wenn wir uns anschauen, tun wir einen Sprinter oder einen hochspringen Weitspringer.

00:08:44: Sprecher 2 Ne Weitspringerin, die setzt sich selbst ihre Ziele, erreicht diese oder auch nicht und ich finde n wichtigen Teil bei Leistung bei Leistungskultur ist auch wieder neu zu lernen mit Frustration umgehen zu können. Also natürlich erreiche ich nicht sofort die Perfektion, ich erreiche nicht jedes Ziel und das ist ja auch das Größte wo wir hier immer sehr auch vehement.

00:09:10: Sprecher 2 Dagegen sprechen, um das mal deutlich zu sagen, auch in dieser Business Coaching Welt. Wir können nicht alles sofort erreichen.

00:09:16: Sprecher 2 Aber eben genau aus dem Grund, selbstbestimmt auch an den Zielen zu arbeiten. Und wenn wir so diesen Begriff Business Coaching and more noch mal Raum geben, also das hieße auch für alle Organisationen, für alle Führungskräfte, die uns gerade hören, guckt möglichst, dass ihr das Thema Selbstverantwortung, Selbstbestimmtheit soweit möglich in eure Arbeitskonzepte integriert und.

00:09:42: Sprecher 2 Hier lebt das immer wieder, wenn wir in Organisationen sind. Je selbstbestimmter die Arbeit ist.

00:09:48: Sprecher 2 Je besser und langfristig besser wird geleistet und da da da hinzugehen und das zweite ist eben als Hinweis.

00:09:56: Sprecher 2 Ne Möglichkeit für Werkstolz zu entwickeln und das geht eben auch in dienstleistungs Branchen am Beispiel.

00:10:05: Sprecher 2 Ich arbeite vielleicht im im Servicecenter und die Rückkopplung die ich bekomme durch die Kunden direkt in Werkstolz zu überführen. Das heißt, wir brauchen dafür Feedback schleifen und das ist ja die spannende Frage, wie bekommen wir es hin.

00:10:23: Sprecher 2 Dass es keine Abwärtsspirale wird, sondern wie können wir denn vielleicht auch mit Coaching, Zugängen mit Coaching Techniken diese Aufwärtsspirale irgendwie antriggern Christopher?

00:10:36: Sprecher 3 Ja, ich tippe ja immer wieder eine Frage gestellt von vielen meiner Klienten sehr häufig vor, nämlich die Frage, warum denken meine Mitarbeiter nicht unternehmerisch so wie ich es mach.

00:10:50: Sprecher 3 Und dann sag ich immer, ja, das hat unterschiedliche Gründe. Möglicherweise hat es etwas damit zu tun, wie die Leute geführt werden, und da sind wir genau bei dem Punkt, den du gerade genannt hast, ne Bizepsbestimmt.

00:11:04: Sprecher 3 Kann ich denn arbeiten? Und wenn das alles fremdbestimmt ist, auf der einen Seite, also tue ich so, wie ich es dir sage, und auf der anderen Seite halt erwartet wird, dass ich total autonom und unternehmerisch halt denke, dann ist das ja ein Widerspruch in sich. Das heißt, wer von seinen Mitarbeitern unternehmerisches Denken erwartet, zumindest auch in einem begrenzten.

00:11:29: Sprecher 3 Der muss auch bereit sein, Freiräume einzugeben und Reinzugeben in so ein System. Und wer diese Freiräume nicht gibt.

00:11:38: Sprecher 3 Ja, der wird sich dann halt weiter wundern dürfen, warum die Mitarbeiter nicht so in Anführungsstrichen funktionieren, wie man sich das Halt wünscht und dass sie nicht so denken wie mit dem gleichen Mindset. Und damit ist schon ganz wesentlicher Punkt halt.

00:11:53: Sprecher 3 Genannt, was Leistung und Freude an Leistung halt ausmacht, nämlich inwieweit ich mir Ziele auch selbst suchen kann.

00:12:02: Sprecher 3 Natürlich kann jetzt in einer Organisation nicht jeder machen, was er will. Darüber müssen wir nicht reden. Aber es gibt ja Spielräume und manchmal werden diese Spielräume genutzt und da sehen wir, wie sich Menschen halt einbringen über das normale Maß hinaus.

00:12:17: Sprecher 3 Und manchmal werden diese Spielräume super, super eng und klein gemacht. Und dann machen die Leute halt Dienst nach Vorschrift, wo sie sagen, OK, wenn ich diesen Spielraum nicht habe, den ich auch brauche, um die Dinge so zu tun, wie ich sie gerne machen möchte, weil das auch ein Teil meiner.

00:12:32: Sprecher 3 Ich nenn jetzt mal dieses schlimme Wort Selbstverwirklichung da mit drin steckt, dann mach ich es halt nicht. Ja und dann mach ich aber auch nicht mehr.

00:12:41: Sprecher 3 Und wenn man Mitarbeiter haben möchte, die bereit sind, so diese berüchtigte Extrameile zu gehen, dann sind wir wieder bei dem Thema Leistung.

00:12:49: Sprecher 3 Aber nicht, weil sie dahin gepeitscht werden, sondern weil sie Spaß dran haben, etwas zu machen. Und weil sie sehen, ich kann was bewegen und es wird auch gewertschätzt, ob ich noch mal n. Ganz wichtiger Aspekt bei dem Thema Leistung, der häufig halt vergessen wird nach dem Motto nicht gemeckertes genug gelobt.

00:13:06: Sprecher 3 Ja, wenn das aber gegeben wird, wenn Wertschätzung gegeben wird, dann kann man sehr, sehr häufig sehen, wenn es echte Wertschätzung ist und nicht nur so ne aufgesetzte, dass dann tatsächlich Leistung. Ich will nicht sagen explodiert, aber zunimmt.

00:13:23: Sprecher 3 Und da sind wir natürlich auch beim Thema Vertrauen, was unmittelbar damit zusammenhängt, weil ich muss ja als Führungskraft den Mitarbeitern vertrauen können, um in diesen Spielraum zu geben.

00:13:33: Sprecher 3 Und das kann nicht jede Führungskraft. Und ich kann ja auch viele Führungskräfte, die sagen, Vertrauen ist gut.

00:13:40: Sprecher 3 Und wir wissen, wie das Sprichwort weitergeht, mit der Kontrolle ne. Und ja, so sehen dann häufig eben auch die Ergebnisse aus, das heißt, es ist sehr viel Kultur.

00:13:52: Sprecher 3 Die darüber entscheidet, welchen Mindset wir entwickeln, der uns dann die Möglichkeit gibt zu leisten oder eben nicht leisten zu wollen, weil wir eben uns da nicht drin wiederfinden, weil er alles schon vorgegeben ist. Wenn man jetzt also.

00:14:07: Sprecher 3 Das ganz ernst nimmt das Thema, da müssen wir unbedingt über Unternehmenskultur und auch letzten Endes gesellschaftliche Kultur halt reden. Ne, wenn Leistungen etwas ist, was nicht gewertschätzt wird.

00:14:19: Sprecher 3 Was nicht gefördert wird und wo ich mich nicht drin wiederfinden kann.

00:14:24: Sprecher 3 Ja, warum soll ich dann leisten?

00:14:26: Sprecher 2 Es geht einmal um noch nen anderen Begriff reinzunehmen, um Autonomie, um die Förderung von Autonomie. Und ich find noch mal, also ich mach es mal, mach es mal ganz hart. Also ich glaube tatsächlich, dass die Leistungserbringung die Möglichkeit zur Leistungserbringung im Grunde ein Menschenrechte.

00:14:43: Sprecher 2 Ist, weil wir von Kind auf.

00:14:47: Sprecher 2 Ergebnisse erzielen wollen, wenn wir uns mal kleine Kinder anschauen können, können wir als Alltagsbeobachtung nehmen. Was tun die, die erleben sich die fallen hin, dann ist das Knie blutig, dann stehen sie wieder auf und das machen die so lang bis sie alleine laufen können, dann laufen sie weiter und so weiter und sofort und irgendwann.

00:15:07: Sprecher 2 Erleben die sich selbst und es kann auf ganz unterschiedlichen Gebieten sein. Also es geht ja nicht darum, einen sozialen Vergleich herzustellen, aber es geht darum, sich selbst wirklich ernst nehmen zu können und erleben zu können.

00:15:22: Sprecher 2 Ich mach mal so 23 Beispiele aus Unternehmen. Gerade die im Coaching diskutiert werden.

00:15:28: Sprecher 2 Hab eine Frage tatsächlich heute noch gestellt bekommen, die fand ich ganz spannend, die nehm ich mal mit rein. Wie gehen wir eigentlich mit jemanden um der Leistung erbringt, aber umgangssprachlich kein großes Gewese drum rummacht? Also es gibt so einen schönen Begriff der leisen Leister ne so und da haben wir sehr intensiv diskutiert und mein Votum ist ganz deutlich, dass Christo, was du gerade gesagt hast ist Brauch Feedback Systeme, es braucht Rückkopplung ich.

00:15:58: Sprecher 2 Will wissen, wo stehe ich und jetzt mache ich meinen politischen kommen.

00:16:02: Sprecher 2 Ich halte auch Schulnoten für wichtig. Ich halte Benotungssysteme und Leistungskennzahlen für bedeutsam, weil nur wenn wir etwas haben, woran wir uns orientieren können, dann können wir überhaupt eine Verortung als Mensch für uns selbst herstellen und dann natürlich auch miteinander. Deshalb haben wir viele, viele Möglichkeiten, die Spirale nach oben zu entwickeln. Ich mache eine kurze Zwischenzusammenfassung damit.

00:16:31: Sprecher 2 Wir sozusagen einmal so eine Absprungfläche haben, um dann weiter zu gehen. Also das Thema Kultur, also eine Feedback und Leistungskultur.

00:16:39: Sprecher 2 Auch das Thema Rückkopplungssysteme Wir brauchen Autonomie, Wir brauchen Vertrauen im Miteinander und wir brauchen die tiefe Erkenntnis noch mal.

00:16:52: Sprecher 2 Dass Leistung ein Teil der Menschlichkeit ist. Ich mache mal so eine gedankliche Pause, kurz, vielleicht für einen kleinen Moment, mal auf die andere Seite gehen und.

00:17:00: Sprecher 2 An.

00:17:01: Sprecher 2 Jetzt leben wir durchaus ja auch in einer Zeit, wo etwas anderes auch gespiegelt wird. Also das Thema.

00:17:11: Sprecher 2 Wir sollten aufpassen, uns nicht zu überlasten. Wir sollten aufpassen, nicht zu viel zu arbeiten. Die Diskussion um Konzepte von 4 Tage Woche, alles Dinge, die ich übrigens psychologisch nachvollziehen kann, aber wenn wir das mal einordnen, ist das Christopher für dich ein Widerspruch, oder wie siehst du auch diese Konzepte organisationaler Art?

00:17:34: Sprecher 3 Also für mich ist das überhaupt kein Widerspruch für alle die das nicht wissen ich oute mich ja hier auch als Unternehmer der ja selber bei sich im Unternehmen und mein Unternehmen besteht nicht nur aus dem Kia die 4 Tage Woche eingeführt hat in diesem Jahr und Ich bin da auch Ich habe das ja auch publik gemacht ist auch gepostet im Internet nicht nur für gelobt worden sondern da gab es natürlich auch Kritik die 4 Tage Woche ist das unter der Untergang des leistungsprinzips und so weiter ich sehe das überhaupt nicht so nur.

00:18:05: Sprecher 3 Jemand da ist, heißt das nicht, dass er leisten.

00:18:08: Sprecher 3 Sondern ich bezahle meine Mitarbeiter für Wertschöpfung und nicht dafür, dass sie im Büro sitzen oder zu Hause vorm Computer sitzen. Wir haben ja auch Homeoffice.

00:18:18: Sprecher 3 So habe ich auch das Vertrauen in meine Mitarbeiter, dass die Arbeiten nicht nur arbeiten, sondern dass sie Leistung bringen, dass also wirklich was dabei rauskommt, auch wenn die zu Hause sitzen. Vielen Unternehmen ist ja dieses Vertrauen nicht da, da will man, dass die Mitarbeiter jetzt wieder zurückkommen.

00:18:33: Sprecher 3 Weil man der Meinung ist, sonst würden die keine Leistung bringen. Da sind wir genau wieder bei dem Thema. Also ich glaube ne 4 Tage Woche kann Sinn machen.

00:18:43: Sprecher 3 Sie muß es nicht in jeder Konstellation und auch nicht jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin möchte das. Ja, also das ist ja gerade das schöne, es gibt individuelle Lösungen.

00:18:56: Sprecher 3 Und dann wollen wir aber die große Gießkanne über alle sozusagen wieder verteilen. Das macht nämlich relativ wenig Sinn. Wir haben halt hier bei uns in der Firma zu dieser Lösung gefunden, weil das gemeinschaftlich getragen wurde und weil das gewollt war und weil wir auch die Möglichkeit gesehen haben, das zu machen, und ich glaube nicht, dass meine Mitarbeiter leistungsverweigerer sind, ganz.

00:19:19: Sprecher 3 Teil. Nein. Ich glaube, dass die umso mehr leisten können, weil sie für sich ne andere Form von Balance gefunden haben.

00:19:26: Sprecher 3 Und das ist auf alle Fälle etwas, was mir wichtig ist. Was ich auch am Anfang sagte. Wie kann ich leisten?

00:19:34: Sprecher 3 Aber nachhaltig und langfristig, ohne mich zu verschleißen.

00:19:39: Sprecher 3 Und wenn ich Leute habe und bei mir ist das ja so, die für Brainwork bezahlt werden, ja die, die gut im Denken und im Recherchieren und im Schlussfolgern und im Schreiben sein müssen.

00:19:51: Sprecher 3 Dann glaub ich macht es sehr viel Sinn, wenn man es mit mit Menschen zu tun hat, die für sich ne gute Balance gefunden haben, die Spaß haben an Leistung, weil sie nicht das Gefühl haben wie ne Zitrone ausgepresst zu werden und die gerade deswegen nicht weniger leisten, sondern meiner Meinung nach sogar mehr und sogar schlauer. Wir müssen schlauere Wertschöpfung erbringen, wir müssen schlauer leisten.

00:20:16: Sprecher 3 Denn 1 ist ja wohl auch mal ganz klar mit jetzt der schieren Arbeitskraft von.

00:20:22: Sprecher 3 Großen asiatischen Ländern davon.

00:20:24: Sprecher 3 An können wir in Deutschland wenn ich jetzt mal das ganz große Fass aufmache sowieso nicht mithalten ist ja ne Fantasie ja wir werden ja hier nicht zur 80 Stunden Woche zurückkehren und das ist auch nicht das Asset was Wir haben sondern das Asset wenn wir es überhaupt haben besteht ja darin dass wir schlauer arbeiten können dann sollten wir es aber auch tun wir müssen mit unseren stärken arbeiten mit den stärken die unsere Kultur hält bietet die auch eine Kultur bietet.

00:20:51: Sprecher 3 Einer freiheitlich demokratischen Kultur eines Freiheitheitlich demokratischen Landes. Das sollten wir mal auch nicht vergessen, das wird manchmal, nehme ich so in Vergessenheit geraten.

00:21:02: Sprecher 3 Wenn man die Leistung solcher Länder vergleicht mit Ländern, wo ne ganz andere Kultur Halt herrscht, dann müssen wir aber auch mit diesen Stärken arbeiten. Und wir sollten nicht.

00:21:12: Sprecher 3 Darauf schauen, wie man in einem System, was vielleicht auch eher repressiv unterwegs ist, immer mehr Leistung aus den Leuten halt herauskitzelt. Ich glaub, dass das weder unter menschlichen noch unter langfristigen Leistungsgesichtspunkten wirklich klug ist. Wenn wir uns nicht verschleißen wollen.

00:21:29: Sprecher 3 Und wenn man das Pferd so aufzäumt, dann ist es überhaupt kein Widerspruch zu sagen, wir haben die 4 Tage Woche eingeführt und ich glaube, unsere Leistung ist besser denn je.

00:21:39: Sprecher 2 Ich finde es total spannend, auch noch mal so ganz persönlich zu hören. Und du hast ja auch gesagt, du hast es ja auch auch veröffentlicht und ich finde diese Diskussion total wertvoll und das aus meiner Sicht was ganz Entscheidendes gesagt, also nicht die Gießkanne über alles, sondern.

00:21:54: Sprecher 2 Die individuellen Konzepte zu finden, die jetzt in dem Fall zu euch und eurem Team passen, die zu euren Anforderungen.

00:22:00: Sprecher 2 Passen und ich bieg mal noch mal ab beim Thema Leistung. Zudem wo du gerade warst, nämlich was macht uns eigentlich aus, also auch gesellschaftlich aus und ich nehm mal bewusst den Begriff Kreativität in den Mund, also wirklich zu denken und Überdenkleistung über Kombinationsleistung, über die Begabung von ganzheitlicher Wahrnehmung, neues.

00:22:26: Sprecher 2 Zu gestalten und.

00:22:29: Sprecher 2 Ich will sicher gehen, dass wir nicht ein falsches Bild erzeugen, weil für mich wäre Leistung nicht der Hamster im Rad, der noch effizienter läuft, der noch schneller läuft, der noch ne Umdrehung mehr macht.

00:22:42: Sprecher 2 Ich hab viele Klienten und Klientinnen, die zu mir kommen, hochgradig erschöpft, die von einem Meeting zum anderen Rennen und denen gebe ich immer so eine kleine, liebevolle Intervention, die ich kurz teile. Die Intervention lautet, wieviel Meetings ohne zwischendurch Pause haben sie an diesem Tag, haben Sie in der Woche und die meisten Antworten bei dem Begriff Pause hören Sie bloß auf.

00:23:09: Sprecher 2 Ich bin durchgetaktet. Ich sag, ah, das ist hochgradig interessant. Wozu führt denn das Durchtakten? Das Durchtakten führt nach Erzählung meiner Klientin.

00:23:20: Sprecher 2 Dass die kurzfristiger denken, dass die schneller denken, aber nicht, dass sie ganzheitlicher wahrnehmen. Nicht dass sie vertieft denken, nicht, dass sie neue Lösungszug finden, und deshalb bin ich ein großer Verfechter davon, auch im Kleinen, wenn wir auch gucken, wir sind wieder bei dem Bild Spirale nach oben, dass wir uns prüfen, wie verbringen wir eigentlich die Woche also.

00:23:47: Sprecher 2 Was tun wir, um Real Ergebnisorientierung zu unterstützen? Bei uns selbst, bei unseren Mitarbeitenden, bei unseren Kolleginnen, bei anderen.

00:23:57: Sprecher 2 Und es geht eben nicht über und noch n Meeting und noch n Meeting und noch n Meeting, sondern es geht darum einen Rhythmus zu finden und ich mag diesen Begriff. Des Rhythmus ist sehr, weil jeder Organisation, jedes Team, auch jeder Mensch hat einen individuellen Rhythmus und Chris war das, was ihr gefunden habt für euch. Nach deinen Beschreibungen scheint mir der Rhythmus der Roundroup zu sein, also ihr habt einen Rhythmus für euch gefundene miteinander.

00:24:25: Sprecher 2 Eine Kultur gefunden, die.

00:24:28: Sprecher 2 Kongruent und stimmig. Das erbringt.

00:24:30: Sprecher 2 Was ihr braucht in einem Miteinander, was alle als als angenehm und positiv empfinden und das rauszufinden, das ist, glaube ich, die eigentliche Denksportaufgabe. Also von daher will ich das noch mal **** unterstreichen, in meine Meinung reingeben.

00:24:45: Sprecher 2 Also ich halte überhaupt nichts davon von copy paste, das funktioniert. In Firma A funktioniert bei B. Das funktioniert Inland A funktioniert Inland b. Wir sind hochgradig individuell und kreativ darauf angewiesen, gemeinsam detektivisch neugierig rauszufinden, was brauchen wir an Rahmen?

00:25:06: Sprecher 2 Um um uns selbst in Leistung erleben zu können, um ergebnisorientiert sein zu können. Und das ist die Denksportaufgabe, die vor uns liegt, die übrigens vor allen Führungskräften vor vor uns liegt, und das ist die eigentliche Herausforderung. Dafür hilft tatsächlich auch ein Coaching, Raum ab und an, nämlich einmal einen Schritt zur Seite zu gehen, rauszugehen und zu überlegen, ist es überhaupt sinnvoll, als Hamster im Laufrad zu laufen?

00:25:35: Sprecher 2 Ist es sinnvoll, das in einer bestimmten Geschwindigkeit zu tun? Was ist der Preis?

00:25:40: Sprecher 3 Was lebt man den Leuten auch vor, die man führt? Denn wenn ich selber als Hamster unterwegs bin, sage ich immer, das ist ja auch kulturprägend ja, Kultur und Werte in einem Unternehmen werden ja nicht dadurch umgesetzt, dass man sie verordnet, sondern Kultur ist das, was vorgelebt wird.

00:25:58: Sprecher 3 Und wenn man den Leuten diese Art von Leistung vorlebt, also das Hamsterrad jetzt mal überzeichnet formuliert, dann hat man das Gefühl, dass man ganz viel macht.

00:26:09: Sprecher 3 Aber außer viele Meetings, wo dann auch viel heiße Luft häufig produziert wird, kommt eigentlich gar nichts dabei raus. So, jetzt überrasche ich jetzt vielleicht auch mal die Zuhörerinnen und Zuhörer damit, wie wir das bei uns handhaben, wir machen total wenig Meetings, das ist mir auch wichtig, weil ich halte überhaupt nicht viel von dieser Meeting Kultur und.

00:26:29: Sprecher 3 Die meisten Meetings, die ich gesehen habe und bei denen ich selber dabei war, auch jetzt in meiner Rolle als Coach, waren überflüssig.

00:26:37: Sprecher 3 Das muss man in dieser Deutlichkeit halt sagen. Die Meetings wurden gemacht, weil die im Kalender drin standen, weil das Tonungsgemäß stattzufinden hatte, und alle haben natürlich auch ihre Zahlen und ihre Berichte halt geliefert, aber der Informationswert, den das Ganze für die Firma dann letzten Endes hatte, schien mir sehr überschaubar, da habe ich auch gesagt, nee, das machen wir.

00:26:58: Sprecher 3 Das und der reduzieren die Meetings auf das Allernotwendigste. Also wir haben wirklich nicht viel. Ich persönlich hab ein großes Meeting in der Woche und das dauert eine Stunde.

00:27:10: Sprecher 3 Ja, nun mal. Um das auch so zu quantifizieren.

00:27:14: Sprecher 3 Das funktioniert.

00:27:15: Sprecher 3 Ich glaube, dass die Kunst bei jedem Meeting darin besteht, sich vorher die Frage zu stellen, wozu ist das wirklich gut und was würde passieren, wenn wir das einfach.

00:27:24: Sprecher 3 Lassen und auch da. Der Chef muss nicht alles alleine erfinden, da die Mitarbeiter nicht nur zu bitten Reinzusteigen, sondern sie auch zu fordern und damit auch Freiräume Reinzugeben zu sagen. Ihr könnt selber entscheiden ob wir das jetzt machen oder nicht und ob ihr das für sinnvoll haltet oder nicht, so habe ich das zum Beispiel auch gemacht.

00:27:46: Sprecher 3 Das bringt Freude an Leistung, weil die sagen, ja, dann lassen wir das Weg und dann machen wir lieber etwas, wo wir Spaß dran haben, was der Firma halt auch was bringt. Was mir persönlich auch was bringt, wo ich selber auch Spaß dran.

00:27:56: Sprecher 3 Habe, und das merkt man glaub ich halt auch und das ist in Anführungsstrichen das Geheimnis. Das zweite Geheimnis hast du schon genannt, es geht um Individualität, was für den einen ne Wohltat ist, ist für den anderen ne Bestrafung, gute Führungskräfte differenzieren.

00:28:11: Sprecher 3 Was in einem Unternehmen sehr gut funktioniert, was bei uns sehr gut funktioniert, muss im nächsten Unternehmen überhaupt nicht funktionieren. Ich würde nie sagen, ihr müsst es alle so machen wie hier und dann ist alles wunderbar und schön, sehr vollkommen naiv und würde eben auch über die ganze individuelle.

00:28:27: Sprecher 3 T, die notwendig ist, weil Menschen sind, Individuen und auch in den kollektivistischen Ländern. Am Ende sind es alles Individuen mit.

00:28:36: Sprecher 3 Vielleicht ähnlichen Motiven, aber im im Kern. Wenn ich mit Menschen zu tun habe. Und das haben wir ja als Coaches, sehe ich dann doch immer sehr, sehr persönliche Motive, die die Menschen bewegen.

00:28:47: Sprecher 3 Und da halt zu schauen, wie können die das einbringen, wie können die das Leben, wie können Sie n Leben führen ohne.

00:28:53: Sprecher 3 Kaputt zu verschleißen und trotzdem oder gerade deswegen Freude an der Leistung zu haben, das ist für mich, was ich als Schlaues, als smartes Arbeiten und als smarte Leistung bezeichnen möchte. Und das andere ist einfach nur mehr arbeiten und.

00:29:10: Sprecher 3 Ohne dass vielleicht aber auch mehr dabei rauskommt. Nur weil ich mehr Meetings mache, heißt das ja noch lange nicht, dass das gut ist für die Firma.

00:29:16: Sprecher 3 Ja, das ist. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir arbeiten und meiner Meinung nach müssen wir schlauer arbeiten. Und wenn wir schlauer arbeiten, dann können wir Leistung bringen, ohne dass wir mehr arbeiten.

00:29:29: Sprecher 3 Aber es ist gar nicht so einfach, schlau zu arbeiten und häufig steht uns ja ne alte Kultur auch ein Stück weit da noch im Weg. Da müssen auch mal Zöpfe abgeschnitten werden, deswegen bin ich auch ganz froh, dass wir jetzt ja mit einer.

00:29:43: Sprecher 3 Immer wieder auch beklagten neuen Generationen zu tun haben, die auf einmal nicht mehr die alten Regeln befolgt. Ja und gerade auch die Leute in meinem Alter, ich sag mal so 50 plus, da kenn ich auch viele, die beklagen sich ja eher über die jungen Leute.

00:29:58: Sprecher 3 Ich find das ganz großartig, daß die das Spiel mal nicht mehr so mitspielen und auch so angebliche Sicherheiten in Frage stellen. Und ich erlebte überhaupt nicht als Leistungsverweigerer gar nicht, überhaupt nicht.

00:30:11: Sprecher 3 Die Stellen ganz kluge.

00:30:12: Sprecher 3 Fragen und viele alte Führungskräfte sind aber nicht gewohnt, kluge Antworten darauf zu geben, weil sie halt wie immer machen. Und das ist eher so die Empörung, die dann manchmal kommt, die, die wollen nicht, oder die haben hohes Anspruchsdenken.

00:30:27: Sprecher 3 Ja, das mag vielleicht in Teilen durchaus so sein, aber ich erlebe keine Generationen, die nicht genauso wie jede andere Generation, wenn man mal genau hinschaut, Freude an Leistung hat, sofern die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Und das ist die große Herausforderung, die ich zurzeit.

00:30:44: Sprecher 3 Und ja, man muss natürlich auch passende Rahmenbedingungen Halt machen. Wir sehen das ja auch im im ganz großen Feld, in der Politik, immer da, wo sich die Leute übergangen fühlen.

00:30:56: Sprecher 3 Immer da, wo die Leute das Gefühl haben, ich werde nicht gefragt. Es wird über mich entschieden, über mich hinweg entschieden. Ja, es wird irgendwas vorgegeben, was ich nicht für sinnvoll halte, weil es mir nicht erklärt wird.

00:31:08: Sprecher 3 Da protestieren die Leute, da gehen die Leute in ne Protesthaltung mit den entsprechenden Konsequenzen bei den Wahlen. Ja, ich will jetzt nicht das ganz große Fass aufmachen, aber psychologisch gesehen ist das n sehr ähnlicher Mechanismus, den man hier beobachten kann.

00:31:23: Sprecher 3 Also gehen wir den Leuten doch nicht nur das Gefühl, dass sie gehört werden, sondern hören wir die Leute und reagieren darauf wirklich echt so wie jede gute Führungskraft das machen sollte, nicht so zu tun, als ob ich zuhör, um dann die Leute davon zu überzeugen, von meiner Meinung, damit sie mit Ihrer Meinung reingehen und mit meiner rausgehen und ich mich dann toll und großartig fühle und.

00:31:45: Sprecher 3 Sondern im Gegenteil, immer wirklich zuhören. Wirklich mal was mitnehmen, nicht immer sofort ne Antwort haben, sondern erstmal die Dinge sacken lassen und dann auf die Leute wirklich eingehen und vielleicht auch mal selber sich davon halt berühren lassen und ja auch akzeptieren, dass man vielleicht nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und das Wünsche ich halt vielen Führungskräften, dass sie mehr Fragen stellen und mehr zuhören und.

00:32:12: Sprecher 3 Nicht so viel Trompeten und Vorgaben machen, das Macht das Leben leichter. Das Macht für die Mitarbeiter das Leben auch leichter und es macht mehr Freude an Leistung.

00:32:22: Sprecher 2 Und es geht drum, ich sehe dich, ich höre dich, ich nehme dich ernst und und ich wertschätze dich. Also ich sehe dich, ich wertschätze dich und genau was, was du gerade beschrieben hast von der ach so jungen Generation, welchen Buchstaben wir jetzt auch immer da wählen. Also ich erlebe das tatsächlich auch anders und.

00:32:26: Sprecher 3 Ich wertschätze dich.

00:32:43: Sprecher 2 Meines Wissens nach gibt es die Studienlage auch her und.

00:32:46: Sprecher 2 Es gibt keine faule Generation, das ist ein totaler Bullshit. Ja, das muss man, glaube ich, in der Deutlichkeit auch mal so sagen. Es gibt Menschen, die sich andere Rahmenbedingungen wünschen, die nicht mehr jeden Quatsch mitmachen, das ist doch großartig, das heißt, das Votum, was ich aus einer Coach Rolle ganz bewusst auch noch mal einnehmen mag, ist

00:33:06: Sprecher 2 Ist lasst uns die Feedback schleifen, die wir gerade bekommen, ob gewollt oder ungewollt, ernst nehmen und genau daraus lernen und wieder zurückzukommen zu einer Ergebnisfreude, zu einer Leistungsfreude und im besten Titel dieses Podcasts wieder Lust auf Leistung zu haben. Lust?

00:33:27: Sprecher 2 Auf Ergebnisse in einem Rahmen, der nicht nur kurzfristig effizienzgetriggert ist, sondern der Mittel und langfristig.

00:33:36: Sprecher 2 Uns Freude bereitet.

00:33:38: Sprecher 3 Das ist das perfekte Schlusswort. Andreas Ich würde sagen, damit sind wir auch wieder mal am Ende der heutigen Folge angekommen.

00:33:45: Sprecher 3 Und dann bleibt mir eigentlich nur noch wie üblich Tschüss und auf Wiederhören zu sagen und würde mich natürlich auch sehr freuen, wenn sie unseren Podcast abonnieren, gerne auch hoffentlich positiv bewerten und uns auch wieder beim nächsten Mal zuhören würden. Für heute sage ich erstmal Tschüss und hoffe wir hören uns bald wieder.

00:34:06: Sprecher 2 Eine gute Zeit.

00:34:08: Sprecher 1 Sie hätten den Podcast Business Coaching and More, wenn es Ihnen gefallen hat und sie die kommende Ausgabe nicht versäumen möchten, abonnieren Sie bitte den Podcast auf Wiederhören.

00:34:16: Was?

00:34:20: Was?

Über diesen Podcast

"Business-Coaching and more" von Dr. Christopher Rauen und Andreas Steinhübel richtet sich an professionelle Coaches und Coaching-Interessierte. Die beiden Diplom-Psychologen, die seit über 25 Jahren als Business-Coaches tätig sind und gemeinsam seit 2002 eine Ausbildung zum Business-Coach leiten, wollen mit dem Podcast ihre Erfahrungen rund um Coaching teilen, dabei aber auch über den Tellerrand hinausblicken und aktuelle Themen aufgreifen.

Der Podcast erscheint monatlich.

von und mit Dr. Christopher Rauen & Andreas Steinhübel

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