00:00:04: Sprecher 1 Willkommen beim Podcast 'Business Coaching and More' von Doktor Christopher Rauen und Andreas Steinhübel.
00:00:11: Sprecher 1 Informationen und Inspiration für Coaching-Profis und alle, die es werden wollen.
00:00:18: Sprecher 2 Mein Name ist Christopher Rauen.
00:00:20: Sprecher 3 Und mein Name ist Andreas Steinhübel.
00:00:22: Sprecher 3 Wir arbeiten beide seit über 25 Jahren als Business Coaches und sind ursprünglich Diplompsychologen.
00:00:28: Sprecher 2 Und mit diesem Podcast
00:00:29: Sprecher 2 hast, wollen wir unsere Erfahrungen rund um das Thema Coaching teilen und dabei auch ein wenig über den Tellerrand hinausblicken.
00:00:35: Sprecher 3 Und heute blicken wir auf 30 Jahre Rauencoaching.
00:00:39: Sprecher 3 Lassen wir die Zahl mal einmal kurz im Raum stehen, 30 Jahre.
00:00:42: Sprecher 3 Die Einladung heute ist, dass wir eine kleine Zeitreise machen zurück, um vor allen Dingen nach vorne zu blicken und auch daraus zu lernen.
00:00:50: Sprecher 3 Christoph, wir kennen uns ja auch schon sehr lange, aber blicken wir mal zurück.
00:00:55: Sprecher 3 Hast du noch eine Idee, wann du das erste Mal überhaupt
00:00:59: Sprecher 3 drüber nachgedacht hast, dich mit einem Thema wie Coaching zu beschäftigen.
00:01:04: Sprecher 2 Ja, da kann ich mich sogar sehr gut dran erinnern, wie ich erstmalig mit dem Begriff überhaupt in Kontakt geraten bin, hab ich nämlich von unserem damaligen Professor einen Text in die Hand gedrückt bekommen.
00:01:17: Sprecher 2 Da ging es um Coachingpartnerschaften, das war 'n Artikel und er frug mich, was ich davon halte, ob ich das mal lesen wollte und ihm da Rückmeldung gebe.
00:01:25: Sprecher 2 Und dann hab ich den Artikel gelesen
00:01:28: Sprecher 2 und das ich fand, das war kein guter Artikel.
00:01:32: Sprecher 2 Also Coachingpartnerschaften, dachte ich mir, was für 'n Blödsinn, ehrlich gesagt.
00:01:36: Sprecher 2 Aber das Thema Coaching hat mich interessiert, dachte ich mir, das das Konzept, was dahinter steckt, das fand ich ganz interessant und das habe ich ihm gesagt, der Artikel ist nicht so toll, aber ich recherchiere mal weiter, was es mit diesem Thema Coaching auf sich hat, ob das irgendwie interessant ist.
00:01:51: Sprecher 2 Und so ist dann damals tatsächlich dieser Stein ins Rollen gekommen.
00:01:55: Sprecher 3 Und was hatte ich damals beim Begriff
00:01:58: Sprecher 3 Coaching oder bei dem Konzept Coaching angesprochen.
00:02:01: Sprecher 2 Na ja, das war ja damals noch 'ne andere Welt.
00:02:04: Sprecher 2 Was mich daran angesprochen hat, war die Möglichkeit, nicht therapeutisch zu arbeiten, aber trotzdem im Zweier Setting.
00:02:12: Sprecher 2 Denn das gab es in dieser Form damals eigentlich gar nicht, weil das Zweier Setting, das war meistens die therapeutische Arbeit und die Leute, die jetzt in der Wirtschaft gearbeitet haben, also die die Psychologen, wir haben ja Psychologie studiert, die
00:02:27: Sprecher 2 da ja nicht im klinischen Bereich unterwegs waren, sondern im Arbeits und Organisationsbereich oder heute würde man halt sagen in der Wirtschaftspsychologie.
00:02:36: Sprecher 2 Die haben ja überwiegend Trainings und Seminare gemacht, also immer mit Gruppen.
00:02:41: Sprecher 2 Und ich wollte aber lieber die einzelne Arbeit und Coaching war für mich die Möglichkeit, nicht therapeutisch im Bereich Psychologie zu arbeiten auf Einzelebene.
00:02:54: Sprecher 3 Das ist ja total interessant, ne?
00:02:55: Sprecher 3 Also da hat hat sich sozusagen ein Artikel inspiriert zu gucken, ah, wie kann ich auf Einzelebene tätig sein und war das erstmal was für dich, wo du gesagt hast, das ist 'ne Profession, die für dich selbst spannend ist oder ich will wieso schon mal so hin, weil du hast natürlich in der Coachingbranche auch unglaublich viel erreicht, viel bewirkt für die Branche selbst, viel bewirkt für andere.
00:03:22: Sprecher 3 Also wie, wie, wie war das damals?
00:03:24: Sprecher 2 Also, mich hat erstmal das Konzept angesprochen, wie gesagt, gar nicht so sehr das Inhaltliche jetzt dieses bestimmten Artikels.
00:03:33: Sprecher 2 Mit Partnerschaft war da nämlich nicht gemeint die Partnerschaft zwischen Coach und Klient, sondern zwischen 2 normalen Menschen, die aber gar keine Coaches sind, dass sie in so 'ne Art von Coachingbeziehung halt treten.
00:03:44: Sprecher 2 Und ich dachte mir schon, ja, das wär ja interessant, wenn man so die Konzepte, die wir ja aus dem Bereich der Therapie halt kennen, nämlich individuelle
00:03:54: Sprecher 2 einzelne Gespräche zu führen, wenn man das in den Wirtschaftskontext transportieren könnte.
00:03:58: Sprecher 2 Und Coaching, das war modern, das hatte immer 'ne Nähe zum Sport, schien mir dafür 'n geeigneter Container zu sein.
00:04:07: Sprecher 2 Also das war ohnehin mein Ziel, psychologisches Wissen in die Wirtschaft zu bringen und auch da nutzbar zu machen.
00:04:14: Sprecher 2 Und warum nicht das mit dieser Form von Setting kombinieren?
00:04:18: Sprecher 2 Das waren so meine ersten konzeptionellen Gedanken.
00:04:21: Sprecher 2 Aber tatsächlich habe ich mich damals ja aus der Perspektive eines Studierenden damit auseinandergesetzt und gar nicht so sehr an irgendeiner Art von beruflicher Tätigkeit dabei darüber nachgedacht.
00:04:32: Sprecher 2 Ja, an der Stelle war ich gar nicht zu dem Zeitpunkt.
00:04:36: Sprecher 3 Gab es denn auch eine Zeit, wo du eher gedacht hast, vielleicht einen therapeutischen Weg einzuschlagen oder war war der für dich damals schon schon gar nicht vorstellbar?
00:04:45: Sprecher 2 Das war für mich relativ früh klar, dass ich nicht therapeutisch arbeiten möchte.
00:04:49: Sprecher 2 der der Hintergrund war für mich einfach, dass ich mir das nicht zugetraut habe, mit kranken Menschen zu arbeiten und vor allen Dingen bei psychisch kranken Menschen.
00:04:59: Sprecher 2 Also es war gar keine Hybris oder oder Verachtung oder sowas, sondern ich hab zu mir selbst gesagt, ich kann das gar nicht, trau mir das gar nicht zu.
00:05:05: Sprecher 2 Das ist mir sozusagen 'ne Nummer zu stark, zu hart.
00:05:10: Sprecher 2 Ich hatte auch Angst, schlicht und ergreifend davor, dass mich das überfordern würde und das war
00:05:16: Sprecher 2 Heute kann ich das ja alles sozusagen offen zugeben, das hat sich so in meinem Inneren damals abgespielt und es war eher Unsicherheit, weswegen ich gesagt habe, so therapeutisch arbeiten, das kann ich gar nicht, das das ist mir zu viel.
00:05:31: Sprecher 3 Ja, das heißt, es kommt bei mir so an, du hattest Respekt vor vor der vor der Art der Tätigkeit, auch vor der Art der Klientin und das deshalb auch ein anderes Feld erst mal erst mal gesucht.
00:05:41: Sprecher 2 Ja, ein Feld, was ich für beherrschbar sozusagen halt hielt und wo ich so das Gefühl hatte,
00:05:46: Sprecher 2 hier kann ich was Sinnvolles machen, was mich und aber halt auch die anderen Menschen dann nicht überfordert und wo ich nicht das Gefühl habe, etwas zu tun, wo ich nicht gut genug für bin oder wo ich vielleicht nicht stark genug für bin.
00:06:03: Sprecher 2 Ich kann mich zum Beispiel an eine Situation erinnern, wo wir auch in der klinischen Psychologie, die ich ja auch mit studiert habe, aus Interesse
00:06:12: Sprecher 2 nicht um dort arbeiten zu wollen, aber eben auch mitgemacht habe neben der Arbeits und Organisationspsychologie, dass dort auch arbeitende, praktizierende Therapeuten immer wieder in Veranstaltungen gekommen sind und man sich auch mit denen austauschen konnte im kleineren und größeren Formaten.
00:06:28: Sprecher 2 Und da war ich natürlich immer fasziniert und hab auch gefragt, wie machen sie das, ne, wie, wie schaffen sie das, sich mit mehreren Depressiven an einem Tag zu unterhalten, ohne dass es sie selbst da drunter depressiv zu
00:06:41: Sprecher 2 Ja, ja, genau, ne, also wie, wie, wie, das hab ich mir gar nicht zugetraut, ne, und das fand ich so faszinierend und er weiß noch, was er darauf geantwortet hat, er sagte zu mir oder zu uns allen dann in der Gruppe, na ja, also das ist natürlich schon so etwas, was auffällig ist, wenn man jetzt mit mehreren Leuten zu tun hat, die 'n ähnliches Krankheitsbild halt haben, aber er hat verglich es so mit einem Architekten, der durch die Stadt geht und sich verschiedene Dächer
00:07:11: Sprecher 2 anschaut, das war tatsächlich seine Analogie und sagt, ach das ist 'n interessantes Dach und da haben wir noch mal 'ne andere interessante Dachform, aber deswegen nicht selbst zum Dach wird und auch selbst nicht zum Architekten wird, sondern eher so aus der Perspektive, wie gesagt, halt zu schauen, das ist interessant.
00:07:30: Sprecher 2 Und das dachte ich mir, O.
00:07:32: Sprecher 2 K., diese Distanz, diese Distanzfähigkeit, da weiß ich gar nicht, ob ich mir das in der Form zutrauen kann
00:07:40: Sprecher 2 oder ob mir dann doch die Schicksale der Menschen halt zu nahe gehen, ich würde sie halt nicht sehen wie 'n Dach.
00:07:45: Sprecher 3 Das heißt 'n bisschen vielleicht auch aus Selbstschutz, ne, oder absolut Respekt und auch zu gucken, ja.
00:07:49: Sprecher 3 Und jetzt, jetzt hast du ja gerade schon so eine Situation erwähnt, wie das oft so ist in so einem Lebensweg, haben uns wahrscheinlich ja Situationen und auch Menschen geprägt.
00:07:59: Sprecher 3 Erinnerst du dich so an an 23, wo du sagst, also es könnten können vielleicht Coaches sein, müssten es aber nicht, ne.
00:08:06: Sprecher 3 So Coaching war damals ja, also
00:08:09: Sprecher 3 fast nicht im im im im weiten verbreitet, ne so.
00:08:13: Sprecher 3 Aber wer, wer hat dich da, wer hat dich am Anfang geprägt oder wer hat dich inspiriert?
00:08:18: Sprecher 2 Ich bin ja so vorgegangen, nachdem ich diesen ersten Artikel gelesen hatte, wollte ich erstmal mehr über diese Disziplin, über diese junge Disziplin, wenn man überhaupt diesen Begriff dafür damals verwenden konnte, erfahren.
00:08:31: Sprecher 2 Und was hab ich dann gemacht, ganz klassisch noch in der Fernleihe,
00:08:35: Sprecher 2 an der Unibibliothek, kann man sich heute nicht mehr vorstellen, in Zeiten des Internets Anträge geschrieben über diverse Literatur, die ich gefunden hatte, wieder über andere Literatur und dann habe ich die wieder ausgewertet, die Quellen und habe dann versucht, so alles über Coaching zu erfahren, was damals zu erfahren war.
00:08:54: Sprecher 2 Das heißt, ich habe mich erstmal theoretisch mit der ganzen Materie auseinandergesetzt und da habe ich dann halt damals festgestellt, es gibt so gut wie keine fundierten Bücher,
00:09:04: Sprecher 2 kleine wissenschaftlich fundierten Bücher in dem Bereich und das erste Buch, was dann in diesem Anspruch dann kam und dem gerecht werden konnte, das war das Buch von der Astrid Schrayeck über Coaching.
00:09:17: Sprecher 2 Es hat sie 95 war das, glaube ich, wenn ich mich recht entsinne, herausgegeben.
00:09:22: Sprecher 2 1995 muss man heutzutage ja schon dazu sagen und das habe ich dann auch gelesen und das fand ich dann also auch ein sehr gutes Buch, auch sehr gehaltvoll, auch konzeptionell sehr stark, würde ich also auch bis heute
00:09:34: Sprecher 2 beschreiben.
00:09:35: Sprecher 2 Das hat mich dann natürlich auch beeinflusst und ich hab dann ja auch Astrid Schreier persönlich kennenlernen dürfen und dann auch später bei ihr meine Coachingausbildung gemacht.
00:09:46: Sprecher 2 Und das hat mich schon sehr stark beeinflusst.
00:09:49: Sprecher 2 Und natürlich bin ich auch stark beeinflusst worden von dem Professor, den ich eben noch nicht mal namentlich erwähnt habe.
00:09:55: Sprecher 2 Das können wir jetzt an der Stelle nachholen, weil ich da bis heute sehr dankbar für bin, nämlich Siegfried Greif.
00:10:00: Sprecher 2 Also Siegfried, hallo, wenn du zuhören solltest.
00:10:02: Sprecher 2 Ist wirklich so, bin ich dir bis heute dankbar für, dass du mir damals diesen Artikel in die Hand gedrückt hast, weil mein ganzer Lebensweg wäre wahrscheinlich doch deutlich anders verlaufen, wenn das nicht passiert wäre.
00:10:14: Sprecher 2 Und auch von Siegfried habe ich natürlich wahnsinnig viel gelernt, nicht nur jetzt, was das Thema Coaching anbelangt, sondern noch viele andere Themen.
00:10:22: Sprecher 2 Siegfried Greif war ja damals auch Professor an der Uni Osnabrück, wo wir ja beide studiert haben und war daher Professor für Arbeits und Organisationspsychologie.
00:10:32: Sprecher 2 Und hat auch immer sich stark dafür gemacht, dass die Studierenden sich nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit dem auseinandersetzen, was sie da lernen.
00:10:41: Sprecher 2 Davon habe ich natürlich auch viel lernen können und dürfen und das hat mich schon sehr stark geprägt.
00:10:48: Sprecher 2 Natürlich auch Prägungen von anderen Menschen, aber da tatsächlich häufig gerade am Anfang über die Literatur.
00:10:56: Sprecher 2 Spannend war dann für mich, die Leute später dann persönlich kennenzulernen,
00:11:01: Sprecher 2 die ich erstmal nur aus Büchern kannte, also wie zum Beispiel Wolfgang Klos, der ja auch eines der ersten Coachingbücher in Deutschland, glaube ich, sogar überhaupt das erste 1991 geschrieben hatte.
00:11:14: Sprecher 2 'Coaching unter 4 Augen', das war der Titel.
00:11:16: Sprecher 2 Das war dann für mich schon ja immer wieder spannend.
00:11:22: Sprecher 2 Man hat macht sich ja ein Bild von den Leuten, wenn man so ein Buch gelesen hat, und die dann in echt sozusagen kennenzulernen.
00:11:28: Sprecher 3 Erinnern Sie sich so an eine große Überraschung oder das hätte ich
00:11:31: Sprecher 3 ganz anders erwartet.
00:11:33: Sprecher 2 Ja, das war zum Beispiel bei Astrid, schreibt der.
00:11:34: Sprecher 2 O.
00:11:35: Sprecher 2 K.
00:11:35: Sprecher 2 Also Astrid kam in den Büchern für mich eher trocken rüber, aber in echt wirklich ein Mensch, wie man so schön sagt, mit Berliner Schnauze, die auch kein Blatt vor den Mund genommen hat, was ich immer sehr geschätzt habe, immer offen, das Visier und immer sehr direkt, aber menschlich wirklich 1 A.
00:11:53: Sprecher 2 Also da hab ich wirklich viel gelernt, nicht nur fachlich, sondern auch menschlich bin ich bis heute auch sehr dankbar für.
00:12:01: Sprecher 2 war wirklich für mich so 'ne Überraschung, wo ich mir gesagt hab, wow, das ist jetzt also ganz anders als das.
00:12:07: Sprecher 3 Anders als die Etsy Berliner Schnauze.
00:12:09: Sprecher 2 Ja, also das ist ja auch etwas, was ich häufiger dann auch gelernt habe, dass die Schriftform ist so das eine, der Mensch, der dann dahinter steckt, ist dann häufig auch das das andere.
00:12:20: Sprecher 2 Und da hat es auch immer wieder Überraschungen gegeben, die dann auch nicht nur positiv waren, aber darüber will ich jetzt hier an der Stelle gar nicht reden.
00:12:30: Sprecher 2 wo ich dann auch manchmal auch enttäuscht war, auch das gehörte natürlich mit dazu, wenn man dann so ein bisschen hinter die Kulissen schauen konnte.
00:12:38: Sprecher 2 Und ich hatte, wie gesagt, damals die ganze Literatur recherchiert und ich hab dann auch teilweise die Verlage angeschrieben, ob die mir einen Kontakt herstellen könnten zu den Autoren.
00:12:48: Sprecher 2 Und das war damals der Weg ohne E-Mail, auch das heute unvorstellbar und erstaunlicherweise viele Verlage haben das auch gemacht und so sind dann erstmal Briefkontakte
00:12:59: Sprecher 2 entstanden.
00:13:00: Sprecher 2 Manche hatten damals schon E-Mail, selten, als ich noch Wolfgang Los hatte, damals ein eine Composerv E-Mail-Adresse.
00:13:09: Sprecher 2 Composerv weiß heute kaum wahrscheinlich noch jemand, was das war.
00:13:12: Sprecher 2 Das war dann auch einer der ersten, mit dem ich dann über E-Mail dann kommunizieren konnte.
00:13:18: Sprecher 3 Und wir versuchen ja so ein bisschen in der Reise auch zu verstehen, so was was können wir vielleicht gemeinsam draus lernen.
00:13:25: Sprecher 3 Gab es so, wenn wir einmal so kurz innehalten,
00:13:28: Sprecher 3 gibt es was, wo du am Anfang sagst, das ist irgendwie so 'n Muster, vielleicht wenn ich das Erfolgsmuster nennen darf oder 'n Muster, was was so in dir ist, wo du sagst, ah, das das hat mir geholfen und das könnte vielleicht für andere auch 'ne Anregung sein.
00:13:45: Sprecher 2 Ja, und ich, ich wag mich da mal 'n bisschen weiter vor.
00:13:49: Sprecher 2 Meine Anregung ist, ich hab keinen Plan B.
00:13:53: Sprecher 3 O.
00:13:54: Sprecher 3 K., das das widerspricht ja jeglichen
00:13:56: Sprecher 3 jeglicher Managementliteratur.
00:13:58: Sprecher 2 Genau, deswegen sagte ich, ich, ich lehne mich mir jetzt mal ein bisschen weiter aus dem Fenster.
00:14:03: Sprecher 2 Wenn du schon mit einem Plan B.
00:14:05: Sprecher 2 heimlich kalkulierst, dann wird es auch irgendwann den Plan B.
00:14:10: Sprecher 2 in Echtheit geben.
00:14:12: Sprecher 2 Also und das habe ich dann nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen anderen Menschen beobachten dürfen.
00:14:19: Sprecher 2 Du musst es wirklich wollen und du willst es nicht wirklich, wenn du heimlich noch 'n Plan B.
00:14:24: Sprecher 2 hast.
00:14:24: Sprecher 3 Und das, das ist die Erklärung, ne, weil sonst hätte ich die gefragt, warum.
00:14:27: Sprecher 2 Ne, ja genau, du musst es wirklich wollen und wenn du es auch wirklich willst und sagst, nee, ich reiße auch vielleicht sogar die Brücken hinter mir ab, es gibt, es gibt jetzt nur noch diesen einen Weg, ich glaube, dass man sich dann einfach mehr Mühe gibt und ich hab das bei mir so beobachtet, ich, ich wollte das, ich wollte das unbedingt, das war aber auch nicht von Anfang an so, wie gesagt, ich hab mich ja der Sache erst langsam genähert, aber dann bin ich an diesem Punkt halt angekommen, wo ich gesagt habe, ich zieh das jetzt wirklich durch,
00:14:53: Sprecher 2 Aber das hat Jahre gedauert am Anfang und das ist dann das, was ich später halt auch beobachtet habe und was wir ja auch beide bis heute beobachten können in unserer Rolle als Ausbilder.
00:15:03: Sprecher 2 Wer ist als Coach erfolgreich, der eine Coachingausbildung macht?
00:15:06: Sprecher 2 Sind es die Leute, die den Plan B.
00:15:09: Sprecher 2 C.
00:15:09: Sprecher 2 de.
00:15:10: Sprecher 2 haben oder sind es die Leute, die sagen, ich will die Coachingausbildung machen, denn ich werde in einem Jahr Coach sein oder ich will jetzt Coach werden?
00:15:18: Sprecher 3 Ich hab eine klare, eine klare Zielvorstellung und
00:15:22: Sprecher 3 geh sozusagen nicht gebremst dran, ne?
00:15:24: Sprecher 3 Und jetzt hast du ja gerade berichtet, wie bist du zum Coaching gekommen.
00:15:29: Sprecher 3 Jetzt bist du ja Coachingunternehmer geworden, hast 'ne Firma aufgebaut, bist Unternehmer mit mehreren Säulen, hast 'n Verlag, hast 'ne Datenbank, bildest Coaches aus, coacht selbst, hast das den Diagnostikbereich aufgebaut.
00:15:49: Sprecher 3 Also wirklich viele,
00:15:51: Sprecher 3 also ich stell es mir immer als Säulen vor und irgendwie schlummerte schon früh 'n Unternehmer in dir.
00:15:59: Sprecher 2 Ja, ich weiß gar nicht, woher das kommt, weil aus der Familie hab ich das nicht.
00:16:02: Sprecher 2 Ich sag mal, ich bin so der der erste Unternehmer in unserer Familien, in dem Familienclan, der ja mittlerweile auch klein geworden ist.
00:16:11: Sprecher 2 Wir sind ja auch älter geworden, also mittlerweile sind wir die Alten.
00:16:15: Sprecher 2 Das ist ja einfach so, aber ich hatte einfach so, ja ich glaube so tatsächlich diesen inneren Drang
00:16:21: Sprecher 2 mir selbst das beweisen zu wollen, dass ich das hinbekomme.
00:16:24: Sprecher 3 Und dir selbst und nicht anderen, sondern ich will es mir selbst beweisen.
00:16:29: Sprecher 3 Und was, was würdest du sagen, ist das das, also das hinbekommen, was, was gab es irgendwie 'n Ziel, was du dir gesetzt hast, oder?
00:16:36: Sprecher 2 Na ja, mir ist ja, ich bin ja damals gewarnt worden, ja, als ich damals auch schon natürlich im kleineren Kreise gesagt habe, ja, ich könnt mir so vorstellen, Coaching, vielleicht auch für mich, nicht nur in der Theorie,
00:16:48: Sprecher 2 Sondern das auch praktisch umzusetzen, bin ich ja so ein bisschen gewarnt worden davor.
00:16:52: Sprecher 2 Na ja, das ist ja so 'ne Modewelle.
00:16:54: Sprecher 2 Ja, so 'ne typische Beratungs und Managementmodewelle, die so alle 23 Jahren kommen.
00:16:59: Sprecher 2 Mach das nicht, in 2 Jahren redet da keiner mehr von.
00:17:04: Sprecher 3 Ist die Überzeugung, dass das nicht so.
00:17:05: Sprecher 2 Genau, ich war davon überzeugt, das Coaching, ich hatte mich ja konzeptionell damit auseinandergesetzt und ich hab da einige konzeptionelle Stärken drin gesehen in diesem Setting, in diesem Format und auch in den Möglichkeiten, die da meiner Meinung nach dringesteckt haben.
00:17:18: Sprecher 2 und mittlerweile glaube ich auch, dass ich sagen darf, die da wirklich drin stecken und ich war davon überzeugt und wenn man so überzeugt ist, wie ich das damals halt war und wie ich es auch immer noch bin, vielleicht sogar noch mehr als damals, da muss man es auch machen.
00:17:34: Sprecher 2 Das ultimative Maß, an dem ich mich messen muss, das ist der Markt und wenn ich in der Lage bin, etwas marktfähig zu entwickeln,
00:17:47: Sprecher 2 dann hab ich sozusagen für mich den Beweis, dass es alles funktioniert und es wird von anderen gewollt, es wird angenommen, es ist marktfähig, es ist nützlich, es funktioniert für beide Seiten.
00:18:00: Sprecher 2 Das klingt heute vielleicht alles selbstverständlich, aber das war es halt damals in der Form so nicht und ich wollte das herausfinden, ob das so ist und es gibt nur eine Möglichkeit herauszufinden, ob das so ist, man muss es machen.
00:18:13: Sprecher 3 Es gibt kein kein
00:18:15: Sprecher 3 theoretisches Konstrukt, sondern du warst überzeugt und bist dann den Weg gegangen.
00:18:19: Sprecher 2 Genau, ich wollte wissen, ob das wirklich so funktionieren kann und ob es wirklich diesen Nutzen stiften kann und ob ich das kann und das Ganze dem dem härtesten Kriterium zu stellen, den ich damals halt kannte und das ich damals kannte, nämlich dem Markt, sich dem Markt zu stellen und zu sagen, O.
00:18:38: Sprecher 2 K., ich hab dieses Angebot, jetzt wollen wir mal sehen, ob das angenommen wird, ob das funktioniert
00:18:45: Sprecher 2 und ob man schlicht und ergreifend davon leben kann, ob man damit Geld verdienen kann.
00:18:49: Sprecher 3 Und jetzt sind wir gerade schon drauf eingegangen, dass du verschiedene Säulen hast, verschiedene Zweige in in dem Gebilde, will ich mal sagen, Raumcoaching.
00:19:01: Sprecher 3 Hilf uns mal zu verstehen, wie kommst du denn auf neue Ideen, die trotzdem irgendwie mit Coaching in Verbindung sind, weil das finde ich so faszinierend bei dir.
00:19:11: Sprecher 3 Wir kennen uns ja jetzt auch schon lange.
00:19:13: Sprecher 3 kommst immer wieder mit neuen Ideen, mit klugen neuen Konzepten, die aber immer auch 'ne Verbindungslinie haben.
00:19:21: Sprecher 3 Also, wie gelingt dir das?
00:19:22: Sprecher 3 Also, ich versuch mal so 'n bisschen zu verstehen, auch so für unsere Zuhörenden, gibt es irgendwas, wo du sagst, ah, das also fast so, hast du 'n Kniff, hast du 'ne Mechanik, ne, oder vielleicht beschreibst du es erstmal, ne, wie machst du das?
00:19:37: Sprecher 2 Also, kann ich ganz einfach sagen, einfach ist dann meistens dann doch wieder schwierig.
00:19:43: Sprecher 2 Ich versuche Dinge miteinander zusammenzubringen, die überhaupt nichts zu tun haben miteinander.
00:19:48: Sprecher 2 Und daraus entsteht für mich eine innere, manchmal auch äußere Kreativität.
00:19:52: Sprecher 2 Also einfaches Beispiel, ich hab seit ich 14 bin, mit Computern gearbeitet und als ich dann mit 1920 dann studiert habe, Psychologie und Computer, was hat das miteinander zu tun?
00:20:08: Sprecher 2 Da haben wir nichts.
00:20:10: Sprecher 2 damals so gut wie gar nicht.
00:20:12: Sprecher 2 Es gab natürlich auch schon Statistik, aber viele verbinden ja Psychologie nicht mit Statistik, obwohl sie einen wesentlichen Stellenwert hat, die Statistik in der Psychologie.
00:20:20: Sprecher 2 Und ich hab mich interessiert für Computer, ich hab mich interessiert für Vernetzung, damals noch nicht das Internet.
00:20:27: Sprecher 2 Damals hab ich Mailboxsystem, war ich unterwegs, das ist Insidern, wird es vielleicht noch was sagen, das Fidonet, auch damals noch das Mausnetz.
00:20:35: Sprecher 2 da waren wir damals unterwegs online.
00:20:37: Sprecher 2 Ich war immer 'n Nerd, 'n Technik Nerd und 'n Comic Fan.
00:20:43: Sprecher 2 Also ich kann bis heute hier noch Big Bang Theory mitdiskutieren, bin ich noch stolz drauf, ne.
00:20:50: Sprecher 2 Ich empfinde das gar nicht als nerdig, das ist doch 'ne vollkommen normale Sendung, ne.
00:20:53: Sprecher 2 Aber zurück zum eigentlichen Thema.
00:20:56: Sprecher 2 Also ich hab immer versucht, Dinge miteinander zu kombinieren, die im ersten Blick eigentlich überhaupt nicht zusammen gepasst haben.
00:21:01: Sprecher 2 Also Coaching,
00:21:03: Sprecher 2 Computer, Internet, Technologie, Psychologie oder überhaupt Psychologie und Wirtschaft zusammenzubringen.
00:21:11: Sprecher 2 Ich kann mich nur an eine Diskussion erinnern, die ich noch als Studierender geführt habe mit einem Menschen, der an der Bank angestellt war.
00:21:19: Sprecher 2 Da haben wir philosophiert über die Aktienbörsen der Welt.
00:21:22: Sprecher 2 Das war Anfang der 90er Jahre und da meinte ich zu ihm, ja also an den Börsen, 50% des Börsengeschehens
00:21:32: Sprecher 2 wäre ja Psychologie und dann meinte er zu mir zurück und er war Betriebswirt, ja, das glauben auch nur die Psychologen und heute würde ich sagen.
00:21:43: Sprecher 3 99% der Börse ist Psychologie, würden wir die die Zahl verändern?
00:21:48: Sprecher 2 Aber das war wirklich, damals hat man das so gedacht, also man hat wirklich so, es gab diese psychologische Perspektive damals nicht, das kann man sich heute nur noch schwer vorstellen, wie die Leute damals gedacht haben und auch wirklich sehr,
00:22:02: Sprecher 2 Ich sag das ganz offen, engstirnig.
00:22:03: Sprecher 2 Ich empfand diesen Menschen mit dieser Aussage als sehr engstirnig und dachte mir, ja, das glaubst auch nur du als Betriebswirt, ne.
00:22:11: Sprecher 2 Also das war so meine innere Antwort da drauf und ich glaube, dass man das heutzutage sehr, sehr deutlich sehen kann, wie viel Psychologie im Markt halt ist und dass sich das vollkommen entkoppelt hat von irgendwelchen sehr stark entkoppelt hat von irgendwelchen Basisannahmen und Basisanalysen und.
00:22:32: Sprecher 2 Wertpapieranalyse, was man damals alles gemacht hat und auch heute noch richtigerweise halt macht.
00:22:36: Sprecher 2 Ich will dir gar nicht sagen, dass das schlecht ist, aber es erklärt halt nicht die Kurse und der Kurs ist nun mal die Realität und wie ich schon sagte, wir müssen uns der Realität stellen, wir müssen uns dem Markt stellen, ist ja schön, wenn sich irgendwelche Volkswirte und Betriebswirte lustige Theorien ausdenken, ist auch schön, wenn sich Psychologen irgendwelche lustigen Theorien ausdenken, solange die keinen Erklärungswert haben, kann ich damit wenig anfangen
00:22:59: Sprecher 2 Und das war für mich deswegen interessant zu sehen.
00:23:01: Sprecher 2 Ja, wir können den Markt nicht verstehen ohne Psychologie.
00:23:05: Sprecher 2 Wir können den Markt auch nicht verstehen ohne Betriebswirtschaft, auch und nicht ohne Volkswirtschaft.
00:23:10: Sprecher 2 Es ist also weder das eine noch das andere, sondern es ist das Zusammenspiel, was das Ganze interessant macht.
00:23:15: Sprecher 2 Und das hat früher mal eine interdisziplinäre Perspektive halt geweckt und das ist eben in Kombination mit, ich bring jetzt mal Sachen zusammen, die nichts miteinander zu tun haben, für mich immer
00:23:26: Sprecher 2 inspirierend gewesen.
00:23:28: Sprecher 2 Aus dieser Inspiration habe ich Kreativität geschöpft.
00:23:32: Sprecher 2 Also Beispiel psychologisches Wissen zu nehmen, den Computer zu benutzen und damit ins Internet zu gehen.
00:23:38: Sprecher 2 Und dann habe ich auch eine Seite gemacht, wo ich versucht habe, ja dieses Know-how über das Internet sichtbar zu machen.
00:23:48: Sprecher 2 Und heute alles vollkommen selbstverständlich, denke auch heute keiner drüber nach, aber damals haben die Leute ja noch gefragt, ja Internet, gibt es das dann nächstes Jahr überhaupt noch?
00:23:56: Sprecher 2 Also, es war damals gar nicht abzusehen, ob das Internet für viele Menschen, für mich schon, für ob das Internet wirklich Bestand haben würde.
00:24:03: Sprecher 2 Ich war davon fest überzeugt und entsprechend hab ich dann halt angefangen, auch Coachinginhalte ins Internet zu legen und hab mir den Maßstab gesetzt.
00:24:14: Sprecher 2 Wenn das langfristig gesehen, also jetzt auf ein, 2 Jahre gesehen, mehr als 1000 Leute im Monat anschauen würden, dann würde ich das halt weitermachen.
00:24:25: Sprecher 2 Und dann hab ich gleich im ersten Monat waren das schon über 1000 Leute und da hab ich gesehen, oh, ich hab was gefunden, was die Leute offensichtlich interessiert und dann hab ich ein ganz einfaches unternehmerisches Prinzip.
00:24:36: Sprecher 2 Schaue das, was funktioniert und dann mache mehr davon.
00:24:39: Sprecher 2 Also viel einfacher geht es im Grunde genommen.
00:24:41: Sprecher 3 Und auch umgekehrt, also schau das, was nicht funktioniert, mache weniger.
00:24:45: Sprecher 2 Ja, aber erst nach einer gewissen Zeit.
00:24:47: Sprecher 2 Also da, ich hab ja auch gelernt, Dinge müssen sich entwickeln können, du musst Dingen auch einen Raum geben, sich zu entwickeln.
00:24:53: Sprecher 2 Du kannst nicht
00:24:55: Sprecher 2 einfach nur das machen, was sofort erfolgreich ist und zwar aus folgendem Grund, du hast dann viele Copycats.
00:25:02: Sprecher 2 Ja, also wenn du nur das machst, was im Moment erfolgreich ist, das machen viele Leute so und dann hast du viele Leute, die machen das einfach nach, was du tust und dann hast du immer ganz viel Konkurrenz.
00:25:13: Sprecher 2 Und spannend fand ich immer dahin zu gehen, wo noch nicht so viel Konkurrenz war, übrigens auch beim Thema Coaching.
00:25:19: Sprecher 2 Ich hätte ja diesen Weg nicht gehen können damals, wenn es schon 1000 Bücher gegeben hätte wie heute.
00:25:24: Sprecher 2 Aber damals gab es nur eine Handvoll Bücher und als ich dann meins veröffentlicht habe, was übrigens dann meine Diplomarbeit war, die ich dann als Buch veröffentlicht habe damals, da war das halt noch etwas am Markt, was Sichtbarkeit bekommen konnte.
00:25:38: Sprecher 2 Also der Trick, jetzt ein Buch zu schreiben, würde heute nicht mehr funktionieren.
00:25:42: Sprecher 2 Das werden alle bestätigen, die im Jahr 2026 haben wir jetzt dann versuchen, ein Buch zu veröffentlichen und glauben, dass das jetzt den Durchbruch bringt.
00:25:51: Sprecher 2 Aber in den 90er Jahren hat das noch funktioniert.
00:25:54: Sprecher 3 Weil es sehr schnell ja auch die Zuschreibung gab von Expertise und und Kompetenz, ne so.
00:25:59: Sprecher 2 Ja, und halt auch das Internet auch zu nutzen als Sichtbarkeitsmedium und nicht nur als Kommunikationsmedium, dass ich also per E-Mail mit mit anderen Coaches kommunizierte, Wolfgang Los hatte ich ja schon erwähnt, sondern halt auch Coaching damit sichtbarer zu machen und dann die Kombination zu nutzen von alten, also Bücher, ja.
00:26:22: Sprecher 2 Zeitschriftenartikel und einen neuen, also Internet und dann habe ich ja gesehen, das interessiert die Leute und dann habe ich einen Newsletter gegründet, weil ich mir gesagt habe, es ist ja schön, wenn die Leute auf meine Internetseite kommen, aber noch besser ist es ja, wenn ich zu den Leuten gehen kann und wie kann ich das machen, ja, mache ich einen Newsletter.
00:26:41: Sprecher 2 Also habe ich dann, das war 2001, habe ich den Coaching Newsletter gegründet und da hatten wir jetzt ja unlängst auch schon fünfundzwanzigjähriges Jubiläum.
00:26:51: Sprecher 2 mit dem Newsletter.
00:26:51: Sprecher 2 Also den Newsletter gibt es mittlerweile auch schon seit über 25 Jahren, gibt es immer noch und es sind ja mehrere 10000 Leute, die den bekommen und die ihn auch lesen, was uns ja auch sehr freut.
00:27:03: Sprecher 2 Es ist nach wie vor offensichtlich von Interesse.
00:27:06: Sprecher 2 Der erste Newsletter ging an 310 Leute, hat also alles so ganz klein angefangen.
00:27:11: Sprecher 2 Ja, das weiß ich noch, das sind so Sachen, die vergisst man nicht im Leben.
00:27:15: Sprecher 3 Und wenn wir mal so auf, jetzt waren wir gerade so bei Erfolgsmustern, was würdest du sagen, was waren so Stolperfallen, wo du sagst, ui, oder vielleicht gab es auch so Downlights, ne, wie das ist, bei den 30 Jahren wird es Up und Downs gegeben haben, ne.
00:27:33: Sprecher 3 Lass uns da mal 'n bisschen reingucken.
00:27:35: Sprecher 2 Also ich kann mich zum Beispiel noch erinnern an diesen Schritt natürlich in die Selbstständigkeit
00:27:43: Sprecher 2 und dann natürlich auch dafür zu sorgen, dass man dann noch Aufträge bekommt.
00:27:47: Sprecher 2 Das war am Anfang logischerweise nicht einfach, weil ich war jung, ich hatte ja gar keine Kontakte, ich musste das alles erst aufbauen.
00:27:53: Sprecher 2 Ich war dann aber umtriebig und da hab ich gesagt, ja O.
00:27:55: Sprecher 2 K., das ist jetzt so und von nichts kommt nichts und musst was tun.
00:28:00: Sprecher 2 Du kannst nicht nur am Telefon sitzen und warten, dass irgendeiner irgendwas liest, du musst was unternehmen.
00:28:05: Sprecher 2 Da hab ich dann auch zum Beispiel Vorträge gehalten, bin auch an Leute aktiv einfach herangetreten, die vielleicht an sowas halt Interesse hatten.
00:28:12: Sprecher 2 Das war so die eine Geschichte und das andere war für mich dann aber auch zu verstehen, dass irgendwann der Punkt kommt und der ist dann ja auch relativ schnell gekommen, wo ich gesagt habe, ich schaff das gar nicht mehr alleine.
00:28:26: Sprecher 2 Und dann begann für mich so innerlich der Wechsel vom Selbständigen zum Unternehmer, als ich dann meinen ersten Mitarbeiter fest eingestellt habe und da hab ich so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.
00:28:38: Sprecher 3 O.
00:28:38: Sprecher 3 K., lass uns mal, lass uns mal 'n bisschen teilhaben.
00:28:43: Sprecher 2 Ist ja auch kein Geheimnis.
00:28:45: Sprecher 2 Ich teile ja gerne mein Wissen.
00:28:47: Sprecher 2 Ich hab ja, sagte ich ja schon, gar keine unternehmerischen Erfahrungen.
00:28:52: Sprecher 2 Ich bin ja nicht in der Unternehmerfamilie reingeboren worden, wo ich weiß, ja der Papa hat das so gemacht, der Opa hat das so gemacht oder die Oma oder es gibt jetzt dieses oder jenes.
00:29:01: Sprecher 2 Ich musste das immer alles selbst erfinden und dass man dabei Fehler macht, teilweise hanebüchene Fehler, das ist glaube ich dann relativ klar.
00:29:12: Sprecher 2 weil ich hatte weder den familiären Hintergrund sozusagen, noch hatte ich jetzt Freunde, die irgendwie Unternehmer waren oder so.
00:29:20: Sprecher 3 Du hast ja wirklich, würdest du sagen, warst du 'n Autodidakt?
00:29:23: Sprecher 2 Ja, ich hab immer gern gelesen, das hat mir natürlich definitiv geholfen und das war ja, wie gesagt, überwiegend damals noch 'ne Zeit ohne Internet, auch die Zeit in den 80er Jahren, wo ich ja groß geworden bin, 70er 80er Jahre, das war halt ohne Internet, das war auch ohne Mobiltelefon für heute unvorstellbare Verhältnisse.
00:29:42: Sprecher 2 Und das Lesen hat mir definitiv geholfen, aber das Lesen ist und die Theorie ist die eine Sache, die Praxis ist natürlich 'ne ganz andere Sache.
00:29:50: Sprecher 2 Ich hab ja gedacht, als ich meinen ersten Mitarbeiter eingestellt habe, so ich bezahl den jetzt und mach ich auch und auch gerne und jetzt kommen sozusagen 100% Arbeitsleistung dazu.
00:30:00: Sprecher 3 Ah, O.
00:30:01: Sprecher 3 K., das war natürlich 'ne Fehlernahme.
00:30:03: Sprecher 3 Plus 100 gerechnet und ich hab plus 100 gerechnet.
00:30:06: Sprecher 2 Und dann hab ich gemerkt, oh, ich muss mich jetzt ja mit jemand anderen abstimmen.
00:30:10: Sprecher 3 Mhm.
00:30:12: Sprecher 2 Man muss jetzt den der Workflow, der jetzt vorher in meinem Kopf halt war, da da gibt es ja keinen Abstimmungsprozess in meinem Kopf.
00:30:18: Sprecher 2 Ich weiß ja, was ich tue.
00:30:19: Sprecher 2 Ja, ich muss ja nicht mit mir selber reden, um zu wissen, was ich tue, aber mit 'nem Mitarbeiter muss man das.
00:30:25: Sprecher 2 Ja, man muss Arbeit organisieren, man muss dafür sorgen, dass Arbeitsmaterialien, also sprich Computer, Internetzugang, so was Schnödes wie 'n Bürostuhl, 'n Tisch, über den man diskutieren muss, ob das dann der passende, der schöne ist, was auch immer, so ganz klein und verrückt hat das halt angefangen.
00:30:42: Sprecher 2 und das haben wir halt alles, ich hab das alles selber gemacht, ich hab mich ja auch über das um die I.
00:30:47: Sprecher 2 T.
00:30:47: Sprecher 2 selbst gekümmert, damit das alles funktioniert, um auch um Geld zu sparen, weil ich sag mal, jeder Euro, den man nicht ausgibt, muss man 10 nicht einnehmen.
00:30:56: Sprecher 2 Das ist ist heute für mich 'n wichtiges Grundprojekt.
00:30:58: Sprecher 3 Ist ja auch auch so 'ne unternehmerische Regel geblieben, so klingt.
00:31:02: Sprecher 2 Für mich bis heute ja, weil ich relativ schnell verstanden habe, dass es wichtig ist, nicht zu früh auf den Putz zu hauen.
00:31:10: Sprecher 2 um es mal so zu formulieren, wie das manchmal ich bei einigen Leuten beobachten konnte und gedacht habe, ja, kann man so machen, muss man nicht so machen, es entspricht einfach nicht meiner Art und deswegen hab ich es nicht gemocht und mir war es wichtig, aus mir selbst heraus was zu erschaffen, nicht alleine, wir sind ja alle nur Zwerge auf den Schultern von Riesen, also ich hab natürlich schon wahnsinnig viel von anderen Menschen profitiert, sagte ich ja vorhin auch schon,
00:31:38: Sprecher 2 aber eben schon in dem Sinne, dass ich jetzt keine Schulden machen wollte.
00:31:41: Sprecher 2 Also ich hab nie Schulden gehabt in meinem Leben, bin ich auch stolz drauf, auch als Unternehmer nicht, arbeite.
00:31:48: Sprecher 3 Das ist immer aus dem eigenen Weiterfinanzieren.
00:31:51: Sprecher 2 Immer mit 100% Eigenkapital gearbeitet, bin ich auch stolz drauf.
00:31:55: Sprecher 2 Ich wüsste gar nicht, ob mir 'ne Bank Geld gegeben hätte, wahrscheinlich nicht.
00:31:58: Sprecher 2 Ich musste aber auch nie danach fragen und hab es auch nicht getan.
00:32:01: Sprecher 2 Und ich, ich wär auch zu stolz, bin ich auch ganz ehrlich, um es zu tun.
00:32:06: Sprecher 2 Und
00:32:07: Sprecher 2 Das hat aber auch bedeutet, das musste funktionieren, das musste auch betriebswirtschaftlich funktionieren für dich, für mich, was ich halt gemacht habe, weil sonst einfach diese Art des Geschäftsbetriebs gar nicht möglich gewesen wäre.
00:32:18: Sprecher 2 Weil ein Unternehmen braucht Geld, Mitarbeiter wollen bezahlt werden, Mieten wollen bezahlt werden.
00:32:23: Sprecher 2 Ja, das muss alles letzten Endes bezahlt werden, auch Internetseiten kosten Geld.
00:32:30: Sprecher 2 wenn das nicht wirtschaftlich funktioniert, funktioniert halt gar nichts.
00:32:32: Sprecher 2 Also Geld zu verdienen ist keine Frage, ob man das will, sondern es ist als Unternehmer 'ne schiere Selbstverständlichkeit.
00:32:39: Sprecher 2 Sonst funktioniert auf Dauer gar kein Unternehmen und manchmal ist die Dauer Dauer sehr kurz.
00:32:44: Sprecher 2 Ja, und mein Fehler war halt am Anfang, dass ich, wie gesagt, gedacht habe, da kommen 100% dazu, aber dann habe ich gemerkt, der arbeitet ja gar nicht so wie ich und auch nicht so effizient wie ich.
00:32:53: Sprecher 2 Verdammt, wer kann schon so effizient arbeiten wie ich, das geht ja gar nicht, das können andere Menschen gar nicht können.
00:33:00: Sprecher 2 Aber Spaß beiseite, ich hab dann gemerkt, er arbeitet natürlich anders und ich hätt es halt so rum gemacht und natürlich hatte ich dann schon bestimmte Erfahrungen halt gesammelt und ich hab dann halt gemerkt, ja ich krieg jetzt nicht 100% dazu, sondern ich verlier jetzt 'n bisschen Zeit, weil ich mich ja mit jemandem abstimmen muss, was ich vorher nicht musste und der arbeitet nicht so wie ich.
00:33:19: Sprecher 2 Unterm Strich, ich krieg jetzt 70% dazu und jetzt hab ich aber gedacht, ich bezahl ja für 100% krieg ich jetzt nur 70% dazu.
00:33:26: Sprecher 2 Das waren so meine ersten naiven Anfänge als Unternehmer.
00:33:29: Sprecher 2 und dann dacht ich mir ja, relativ schnell kam dann Mitarbeiterin Nummer 2 dazu, dacht ich mir so jetzt aber, ne, weiß ich ja, wie es geht.
00:33:38: Sprecher 2 Ja, da hab ich auch verstanden, jetzt müssen die sich ja untereinander auch noch abstimmen.
00:33:42: Sprecher 2 Also beim Mitarbeiter Nummer Mitarbeiterin Nummer 2, da kamen dann sozusagen 50% nur dazu.
00:33:47: Sprecher 2 Da hatte ich jetzt also 2 Mitarbeiter mit insgesamt dann 120%, hab aber 200% sozusagen bezahlt in meiner inneren Logik, ne.
00:33:56: Sprecher 2 Und dann als Selbständiger versteht man auch nicht,
00:33:59: Sprecher 2 dass Leute Geld haben wollen und nicht arbeiten, sogenannter Urlaub.
00:34:04: Sprecher 3 Ja, das ist also kennt man als Selbständige.
00:34:06: Sprecher 3 Fremdwörter.
00:34:07: Sprecher 2 Fremdwörter, ne, aber auch hier wieder Spaß beiseite für alle, die zuhören und die das jetzt zu zotig empfinden.
00:34:13: Sprecher 2 Natürlich war mir das bewusst, aber es es fühlt sich als Jungunternehmer schon komisch an, dass man sagt, da ist jetzt jemand nicht da und ich bezahl dem trotzdem Gehalt.
00:34:23: Sprecher 2 Das mag jetzt irgendwie schräg klingen und für einige vielleicht auch verstörend,
00:34:28: Sprecher 2 Aber wenn man nicht selber Unternehmer war, dann kann man das, glaube ich, nur schwer nachvollziehen, wenn man nicht in dieser Rolle halt gewesen ist.
00:34:35: Sprecher 2 Und da musste ich wirklich viel Lehrgeld bezahlen, auch was was Führung anbelangt, Umgang mit Mitarbeiter, Mitarbeitergespräche, aber auch die schnöden Sachen der Organisation, Meetings und alles, was halt mit dazugehört.
00:34:49: Sprecher 2 Aber das Gute ist ja, wenn man als Coach halt arbeitet, dann lernt man ja Entwicklung und vorzugsweise nicht nur bei anderen, sondern auch bei sich selbst.
00:34:58: Sprecher 2 Also ich musste wachsen, auch persönlich und auch innerlich und ich behaupte nicht, dass ich alles perfekt gemacht habe, ganz bestimmt nicht, auch bis heute nicht.
00:35:07: Sprecher 2 Aber ich war immer bemüht dazuzulernen und glaub, dass mir das auch an der einen oder anderen Stelle halt gelungen ist.
00:35:12: Sprecher 2 Und dazu ist es halt einfach wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich nicht in die Tasche zu lügen.
00:35:17: Sprecher 2 Das heißt, wenn was nicht gut gelaufen ist, dann hab ich auch gesagt, das ist nicht gut gelaufen, das musst du besser machen.
00:35:23: Sprecher 3 Und ich glaub gerade so dieses Thema Selbstreflexion und zu gucken, also so ein bisschen schmunzelig, wie du es gerade beschrieben hast, aber ich kann kann da durchaus einsteigen, auch so mit den mit den Erfahrungen, dass man sich manchmal die Sachen einfacher vorstellt, als sie sind, nicht umsonst, ne, dieser dumme Spruch, den wir beide auch oft gehört haben, ja, selbst und ständig, ne, so und natürlich ist so das eigene Motivationale auch sehr stark gewesen bei dir, jetzt
00:35:51: Sprecher 3 30 Jahre, ne, das ist ja einfach 'ne Zahl, die jetzt so im Raum steht.
00:35:57: Sprecher 3 Wie hast du denn das eigentlich durchgehalten?
00:36:00: Sprecher 2 Ja, erstmal kam mir das ja gar nicht so lang vor.
00:36:02: Sprecher 2 Es kommt mir auch nicht so lang vor.
00:36:03: Sprecher 2 Wenn du mich persönlich fragen wirst, würde ich denken, ja, das waren so 1012 Jahre, die 30.
00:36:07: Sprecher 3 Jahre, fühlt sich deutlich weniger.
00:36:09: Sprecher 2 Deutlich weniger, weil die, wenn du viel zu tun hast, geht die Zeit immer schnell vorbei und 1 kann ich wirklich sagen, also langweilig war mir nicht, ne, also ich hab immer genügend Ideen gehabt und
00:36:21: Sprecher 2 warst ja auch bei vielen auch beteiligt, Andreas.
00:36:24: Sprecher 2 Ich denke, das kann man wirklich sagen, dass mir die Ideen sind mir nie ausgegangen, im Gegenteil, ich konnte das gar nicht alles umsetzen.
00:36:30: Sprecher 3 Und ist ja auch total schön, das sagen zu können, ne, weil ich glaub tatsächlich auch so Langeweile oder so auf auf der Stelle treten ist kein kein schönes Gefühl, ne, so wie ich dich kenne, einfach nicht vorgekommen, ne, so genau.
00:36:43: Sprecher 3 Also ich hab mich nie gelangweilt, ne, das.
00:36:44: Sprecher 2 Ist also wirklich nicht, ich hätte jetzt noch Arbeit für 2 Leben, glaube ich brauche auch diesen Vorrat.
00:36:51: Sprecher 2 Und das ist ja auch so mein Ziel, wenn wir jetzt mal nach vorne schauen, das wollen wir auch machen.
00:36:56: Sprecher 2 Also, ich lebe nicht für die Rente, ich lebe nicht, um zu sagen, jetzt hab ich genug Geld und jetzt geh ich in Rente, das interessiert mich gar nicht, sondern ich mach das ja gerne, ich mach das ja auch lange, ich mach es lange gerne.
00:37:07: Sprecher 2 Ich hoffe, dass ich das so lange machen kann, solange ich atme.
00:37:11: Sprecher 2 Also, ich hab jetzt nicht das Ziel, irgendwann damit aufzuhören, sondern mein Ziel ist es ja, weiterzuarbeiten.
00:37:17: Sprecher 2 Also, ich
00:37:18: Sprecher 2 das war immer so ein bisschen spaßig gesagt, aber da steckt schon viel Wahrheit drin.
00:37:22: Sprecher 2 Ich arbeite solange, bis ich tot bin und das ist keine schlimme Vorstellung für mich, sondern das ist für mich eine schöne Vorstellung, weil das ist ja auch eine erfüllende Arbeit, als Coach zu arbeiten.
00:37:34: Sprecher 2 Man kann Leuten helfen, natürlich nicht immer jederzeit, muss man auch realistisch sein, aber schon halt oft genug.
00:37:40: Sprecher 2 Man macht hochinteressante Erfahrung, nicht immer nur schöne Erfahrung, aber fast immer interessante Erfahrung.
00:37:47: Sprecher 2 man kann hinter die Kulissen gucken.
00:37:49: Sprecher 2 Ich finde es wahnsinnig inspirierend, ich lern auch jetzt immer noch super spannende, intelligente, umtriebige Menschen kennen und krieg noch Geld dafür, dass ich fürs, dass ich was lerne.
00:38:01: Sprecher 2 Und das ist für mich so, für mich persönlich sozusagen der perfekte Beruf.
00:38:05: Sprecher 2 Deswegen bin ich froh, dass ich das Glück hatte und ich glaub, das hat man auch ein bisschen gehört, Glück gehört wirklich auch immer zum Erfolg mit dazu.
00:38:13: Sprecher 2 dass an den richtigen Stellen dann auch das Richtige zum richtigen Zeitpunkt passiert ist und ich dann auch die Chance hatte, ja, die Gelegenheiten, die sie mir geboten haben, zu ergreifen und sie dann auch ergriffen habe und auch versucht habe, da nicht nachzulassen.
00:38:31: Sprecher 2 Und da bin ich nach wie vor ehrgeizig.
00:38:33: Sprecher 2 Für mich ist Ehrgeiz auch, nebenbei bemerkt, überhaupt gar kein negativer Begriff.
00:38:37: Sprecher 3 Der ist oft negativ besetzt, für mich überhaupt, für dich gar nicht.
00:38:40: Sprecher 2 Ich mag ehrgeizige Menschen
00:38:42: Sprecher 2 Was ich eher nicht mag, sind so Leute, die so 'n bisschen luschig sind, was mal so zu sagen.
00:38:49: Sprecher 2 Ja, das ist Leute, die nicht kommst du hin, ich kommst du morgen nicht.
00:38:53: Sprecher 2 Also da kann ich nicht so viel mit anfangen.
00:38:55: Sprecher 2 Für mich ist Verbindlichkeit 'n hohes Gut.
00:38:59: Sprecher 2 So bin ich auch erzogen worden.
00:39:00: Sprecher 2 Ich glaub, diese Grundwerte, die waren vielleicht jetzt nicht von Unternehmertum geprägt, aber die Grundwerte, die ich auch familiär mitbekommen habe, die haben mir schon sehr viel geholfen.
00:39:11: Sprecher 2 in meiner Arbeit und tun das halt auch immer noch.
00:39:13: Sprecher 2 Und Verbindlichkeit gehört da definitiv mit dazu.
00:39:16: Sprecher 2 Also man muss sich aufeinander verlassen können.
00:39:18: Sprecher 2 Das ist für mich das A.
00:39:19: Sprecher 2 und O.
00:39:20: Sprecher 2 in der Zusammenarbeit mit meinen Mitarbeitenden.
00:39:23: Sprecher 2 Das ist für mich das A.
00:39:24: Sprecher 2 und O.
00:39:24: Sprecher 2 in der Arbeit mit Klientinnen und Klienten und auch mit Kolleginnen und Kollegen.
00:39:29: Sprecher 2 Und wenn man sich nicht aufeinander verlassen kann, dann kann man nicht vernünftig arbeiten.
00:39:32: Sprecher 2 Da bin ich sehr klar.
00:39:34: Sprecher 3 Ja, wir sind ja gerade noch mal so eingetaucht, so auch in die Frage Rolling Stones.
00:39:40: Sprecher 3 Ich hab hab so den Vergleich, du bist so 'n bisschen wie wie die Rolling Stones, du hörst auf, wenn wenn es, wenn es zu Ende ist, ne.
00:39:48: Sprecher 3 So, also nie, also nie, genau.
00:39:50: Sprecher 3 Ja, ja, und ich find find das total und ich find es wirklich spannend, weil weil das ist ja und auch auch vielleicht das noch mal so an alle Hörende, dass wir sind ja hier nie normativ, ne.
00:40:02: Sprecher 3 Also auch das, was du jetzt berichtest,
00:40:04: Sprecher 3 war es halt für dich, ne.
00:40:05: Sprecher 3 Das ist auch völlig in Ordnung, wenn Unternehmer oder ein Coach sagt, ich möchte vielleicht irgendwie ein Status mit 50 erreicht haben, aufhören, was anderes tun, ne.
00:40:15: Sprecher 3 Aber ich höre bei dir so und das ist glaube ich auch ein Asset und auch ein Erfolgskonzept, dich erfüllt das, was du tust und so, wenn ich das so von meiner Seite einmal so fast spiegelnd ergänzen darf, ich glaube so, die du hast immer eine unbändige Neugier gehabt, also du, du wolltest immer
00:40:33: Sprecher 3 verstehen, wie funktionieren die Dinge.
00:40:36: Sprecher 3 Also deshalb beschäftigst du dich ja auch viel mit Wirkmechanismen, mit Zusammenhängen und wirst ja nicht müde, Dinge immer wieder neu verstehen zu wollen.
00:40:45: Sprecher 3 Und das ist, glaube ich, auch was, was du nicht nur im Coaching zeigst, sondern auch in anderen Lebens und Unternehmensbereichen.
00:40:52: Sprecher 3 Und das ist, glaube ich, und das finde ich das so, so als Kompliment einmal sagen darf, du hast schon immer 'ne Begabung, Dinge, die erstmal
00:41:02: Sprecher 3 kompliziert sind, auf 'ne nachvollziehbare Art und Weise zu beschreiben, ohne dass sie banal werden.
00:41:09: Sprecher 3 Und das, glaube ich, ist 'ne, ist 'ne hohe Kunst, ne?
00:41:11: Sprecher 3 Also 'ne Schriftkunst, aber auch 'ne 'ne Sprachkunst.
00:41:16: Sprecher 3 Und deshalb ist es dir, glaube ich, auch gelungen, dass vielleicht was, was erstmal manchmal so auch gar nicht so einfach zu verstehen ist, auf 'ne, ja, vielleicht breitere Akzeptanzebene darüber auch auch zu bringen.
00:41:29: Sprecher 2 Also erstmal danke schön,
00:41:31: Sprecher 2 Ja, es stimmt, ich bin neugierig wie 'ne Katze.
00:41:33: Sprecher 2 Also, ob ich die neuen Leben von 'ner Katze habe, das wird sich noch herausstellen.
00:41:37: Sprecher 2 So 'n paar hab ich schon verbraucht von den noch Leben, aber auch hier wieder im Ernst, es ist richtig, was du sagst.
00:41:44: Sprecher 2 Also das, was ich jetzt über mich sage, das ist jetzt keine Blaupause für andere Menschen, das will ich nicht und das kann ich nicht für andere halt sprechen.
00:41:53: Sprecher 2 Für mich war es halt wichtig, diesen Weg zu gehen und auch weiter zu gehen, weil es ist für mich
00:42:00: Sprecher 2 eher 'ne Art zu leben und weniger 'ne Art zu arbeiten, um die es mir geht und die ich mir sozusagen zusammengebastelt habe aus meiner Neugier halt heraus.
00:42:10: Sprecher 2 Und natürlich gibt es da auch viel Ungelebtes, weil wie das immer so ist, wenn du einen Weg A.
00:42:17: Sprecher 2 gehst, dann gehst du halt nicht den Weg B.
00:42:19: Sprecher 2 Du gehst nicht den Weg C.
00:42:20: Sprecher 2 Du gehst nicht den Weg D.
00:42:21: Sprecher 2 Deswegen versteh ich auch alle, die sagen, ja jetzt bin ich lang genug A.
00:42:24: Sprecher 2 gegangen, jetzt mach ich mal was anderes und wähl 'n anderen Weg, auch vollkommen in Ordnung.
00:42:29: Sprecher 2 glaub, das muss jeder für sich selbst halt wissen.
00:42:31: Sprecher 2 Ich hab für mich ganz bewusst so diese Entscheidung ja, als sie getroffen, als ich 50 Jahre alt geworden bin, hab mir da auch viel Zeit genommen drüber nachzudenken, wie ich so die nächsten 50 Jahre verbringe.
00:42:45: Sprecher 2 Und da ist, wie gesagt, nach durchaus selbstkritischer Auseinandersetzung bei mir das Gefühl, ich will ganz bewusst sagen, das Gefühl nicht der Gedanke entstanden zu sagen,
00:43:00: Sprecher 2 Ich mache weiter.
00:43:01: Sprecher 2 Ja, ich hör nicht auf.
00:43:02: Sprecher 2 Das ist nicht das Ziel gewesen, deswegen ich das gemacht habe.
00:43:05: Sprecher 2 Ja, ich hab natürlich am Anfang, sagte ich ja vorhin, angefangen, um mir das selbst zu beweisen.
00:43:11: Sprecher 2 Mittlerweile hab ich das Gefühl, das hab ich getan.
00:43:14: Sprecher 2 Und ja, aber dadurch, dass ich diesen Weg gegangen bin, um das zu tun, was anderes noch entdeckt, nämlich eben diese Art zu leben, die Art zu arbeiten, die Art mich inspirieren zu lassen, die Art hoffentlich auch andere Menschen zu inspirieren.
00:43:29: Sprecher 2 Und das macht mir halt einfach Freude und wenn man die gefunden hat, warum soll man das wegwerfen?
00:43:34: Sprecher 2 Also, ich kann mir keine keinen Rentner, kein reines Rentnerdasein halt vorstellen, solange ich geistig dazu in der Lage bin und hoffentlich körperlich halt auch und ich noch in der Lage bin, was Sinnvolles zum Gemeinwesen da beizutragen, dann will ich das gerne tun und hoffe, dass ich ein nützliches Mitglied der Gesellschaft bleiben kann.
00:43:56: Sprecher 2 Das finde ich ja auch gar kein schlechtes Ziel, ne.
00:43:59: Sprecher 2 Ich hab es neulich noch von meinem Schwager auch gehört, so auch über seine Kinder halt sprachen und möchte auch, dass das ja mit nützliche Mitglieder der Gesellschaft sind.
00:44:08: Sprecher 2 Ich finde, das ist klingt so konservativ, aber ich find das total schön, Gedanken, auch 'n sehr wertigen Gedanken, so mit sich selbst umzugehen und gegebenenfalls halt auch seine auf seine Kindererzieherisch so positiv halt einzuwirken, find ich schön.
00:44:24: Sprecher 2 aber auch darüber kann man sich natürlich streiten und andere sehen es möglicherweise anders.
00:44:29: Sprecher 2 Mir ist das halt sehr nahe und ich teile ja immer Wissen und hab das zumindest immer versucht und so ist ja auch viel in meinem Leben entstanden, damals im Internet mit dem Magazin, mit den ganzen Internetseiten, die wir gemacht haben und auch immer noch machen, weil Wissen halt eine Ressource ist, die nicht weniger dadurch wird, dass man sie teilt, sondern sie wird halt mehr und das hat mich immer tief beeindruckt und ich glaub, das ist auch eine der
00:44:54: Sprecher 2 Gründe, warum ich dann publizistisch dann noch das ein oder andere gemacht habe, weil es einfach dazu führt, dass man was teilen kann und es nicht weniger wird dadurch.
00:45:06: Sprecher 3 Ja, und ich find noch mal so diesen Aspekt, wir sind ja Teil der der Gemeinschaft, Teil der Gesellschaft und da hör ich auch so, dass du es eben nicht nur für dich oder für 'ne kleine Community machst, sondern wirklich auch 'n Einfluss nehmen willst, 'n positiven Einfluss.
00:45:22: Sprecher 2 Ja, also geb ich auch ganz klar zu.
00:45:25: Sprecher 2 weil mir das Coaching am Herzen liegt, ne.
00:45:27: Sprecher 2 Und ich hab natürlich auch gesehen in diesen 30 Jahren, was auch falsch läuft in der Branche.
00:45:34: Sprecher 2 Ich hab auch versucht dagegen zu steuern, so gut das halt möglich ist und auch positive Sachen entsprechend gut zu beeinflussen.
00:45:42: Sprecher 2 Da sind wir noch lange nicht am Ziel, wenn es da überhaupt 'n Ziel gibt.
00:45:46: Sprecher 2 Das ist nämlich auch 'n laufender Prozess.
00:45:49: Sprecher 2 Aber nicht alles ist Gold in der Coachingbranche, das muss man ganz klar sagen.
00:45:53: Sprecher 2 Und für mich war das immer ein wichtiges Anliegen, auch da, wo Dinge schieflaufen, dann mahnend zu sein oder zumindest Hinweise zu geben, wie sich Klientinnen und Klienten vor sowas halt schützen können.
00:46:05: Sprecher 2 Und die Coachingbranche ist da ausgesprochen bunt und auch das war für mich immer 'ne Motivation, nicht nachzulassen, nämlich zu sagen, sowohl bei mir selber nicht, was das Thema Professionalisierung anbelangt, als auch bei anderen,
00:46:18: Sprecher 2 auch immer noch mal wieder kritisch halt hinzuschauen.
00:46:20: Sprecher 2 Damit macht man sich auch nicht nur Freunde, das muss man auch ganz klar halt sagen, aber ich glaube, dass es im Kern doch eine ganze Menge Leute gibt, die das ganz gut gefunden haben, was ich da gemacht habe und was ich auch immer noch versuche zu tun.
00:46:33: Sprecher 2 Und damit meine ich jetzt gar nicht die Klienten, sondern meine ich insbesondere halt die Kolleginnen und Kollegen im Markt und natürlich auch in den Verbänden, mit denen ich auch relativ gut vernetzt bin.
00:46:45: Sprecher 2 Und da haben wir natürlich auch viele fachliche Diskussionen geführt, die nicht immer so gelaufen sind, wie ich mir das vorgestellt habe, bin ich auch ganz klar.
00:46:55: Sprecher 2 Aber davon lebt so ein Diskurs ja auch von unterschiedlichen Perspektiven und da sag ich auch nicht, dass ich da jetzt immer recht hatte und die anderen hatten halt immer unrecht.
00:47:03: Sprecher 2 Aber ich finde wichtig, dass man genau darüber diskutiert, wo Dinge halt auch falsch liegen und falsch gelaufen sind.
00:47:11: Sprecher 2 und nicht so tut, als ob da nichts wäre oder als ob alles wunderbar und schön wäre, ne.
00:47:14: Sprecher 2 Wir haben halt nach wie vor 'ne Coachingbranche, die unreglementiert ist, jeder kann sich Coach nennen, das ist nach wie vor 'n Problem.
00:47:24: Sprecher 2 Gott sei Dank ist es nicht mehr so sehr 'n Problem im Business Coaching Bereich, das war es früher auch, aber mittlerweile nicht mehr.
00:47:30: Sprecher 2 Warum?
00:47:31: Sprecher 2 Weil sich die Branche deutlich professionalisiert hat.
00:47:34: Sprecher 2 Natürlich gibt es auch in dem Bereich Spinner, aber
00:47:38: Sprecher 2 bei weitem nicht mehr so viele wie jetzt noch vor 25 Jahren.
00:47:42: Sprecher 3 Gibt es denn, wenn, wenn wir jetzt mal so 'n Ausblick nach vorne noch mal wagen, gibt es was, wo du sagst, dass ja, ich will gar nicht, siehst du vor dir oder vielleicht gibt es was, wenn du so das Fernglas in die Hand nimmst, vielleicht gibt es auch was, was du, was du sozusagen anderen noch mal so mit auf den Weg geben magst.
00:48:02: Sprecher 3 Das kann auch sein, so aber vielleicht guckt doch da noch mal hin oder denkt in diese Richtung,
00:48:08: Sprecher 3 was wären so die Punkte?
00:48:09: Sprecher 2 Ja, du hast vorhin was ganz Interessantes gesagt, was mir jetzt auch sich jetzt sehr gut benutzen kann, nämlich dass ich in meinen Veröffentlichungen das manchmal hoffentlich zumindest geschafft habe, Dinge so zu verdichten, dass sie nicht trivial geworden sind.
00:48:23: Sprecher 2 Und ja, das ist 'ne schöne Fähigkeit, wenn man sie hat, machen wir uns aber keine Illusionen.
00:48:28: Sprecher 2 Es gibt da diese Sache, die heißt künstliche Intelligenz.
00:48:31: Sprecher 3 Gibt sie immer noch, die.
00:48:32: Sprecher 2 Gibt es immer noch, ja, diese Large Language Models,
00:48:35: Sprecher 2 insbesondere die ja in der Lage sind, solche Verdichtungen auch in einer hocheleganten Art und Weise heutzutage durchzuführen.
00:48:42: Sprecher 2 Also was ist diese Fähigkeit dann noch wert und was sind viele andere Fähigkeiten noch wert, braucht man zukünftig überhaupt einen Coach oder wird das alles weg digitalisiert und da denke ich mir, ja es wird Bereiche geben, die werden weg digitalisiert, nicht nur im Coaching, sondern auch in vielen anderen Bereichen.
00:48:59: Sprecher 2 Es wird aber auch andere Fähigkeiten geben, die uns Menschen erhalten bleiben
00:49:04: Sprecher 2 und die die Zukunft ist nicht die K.I.
00:49:06: Sprecher 2 als Coach, sondern ich sehe die Zukunft immer noch so, dass ich sage, es wird K.I.
00:49:11: Sprecher 2 geben, die als Coach arbeitet, aber das wird nicht der einzige Coach sein, es wird auch menschliche Coaches geben und das ist jetzt kein Pfeifen im Walde, davon bin ich wirklich überzeugt, weil wir etwas brauchen als Menschen, was uns Maschinen und Software so in der Form nicht geben können, nämlich so eine Form von Kontakt
00:49:33: Sprecher 2 und von Sozialem, das kann 'ne Maschine vorheucheln, aber Maschinen haben halt kein Bewusstsein.
00:49:39: Sprecher 2 Maschinen übernehmen keine Verantwortung.
00:49:41: Sprecher 2 Maschinen können so tun, als ob sie 'n Bewusstsein hätten, aber versucht mal 'ner Maschine einen Witz zu entreißen, den sie selbst erfunden hat.
00:49:52: Sprecher 2 Ja, Maschinen sind nicht besonders gut darin, Witze zu erfinden.
00:49:55: Sprecher 2 Sie können welche erzählen, die sie von Menschen gehört haben und für für Humor braucht man nämlich
00:50:02: Sprecher 2 echtes Bewusstsein und nicht 'ne Bewusstseinssimulation.
00:50:05: Sprecher 2 Also die K.I.
00:50:06: Sprecher 2 kann wahnsinnig viel und ich glaube, die Zukunft ist nicht der Mensch gegen die Maschine, sondern die Zukunft ist der K.I.
00:50:14: Sprecher 2 kompetente Coach gegen den nicht K.I.
00:50:16: Sprecher 2 kompetenten Coaches und Coach und ich glaub dieses Wettrennen wird der K.I.
00:50:20: Sprecher 2 kompetente menschliche Coach gewinnen können und natürlich wird es auch Bereiche geben, das sehen wir ja jetzt schon, die weg digitalisiert werden,
00:50:30: Sprecher 2 also der Markt wird da stark in Bewegung bleiben.
00:50:33: Sprecher 2 Was kann ich halt empfehlen?
00:50:35: Sprecher 2 Keine Angst vor der Zukunft, Coaching wird nicht überflüssig werden, aber es wird sich verändern.
00:50:39: Sprecher 2 Und da neugierig zu sein und am Ball zu bleiben und sich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen und das nicht abzutun, weder im Guten noch im Schlechten, das ist, glaube ich, 'ne wesentliche Fähigkeit, nicht nur im Umgang mit der K.
00:50:54: Sprecher 2 I., sondern grundsätzlich.
00:50:56: Sprecher 2 Und wenn man neugierig bleibt und wenn man
00:50:59: Sprecher 2 die Augen nicht vor der Zukunft verschließt, dann wird man immer die Möglichkeit haben, was anderes zu machen, auch wenn das Alte vielleicht weg digitalisiert wurde.
00:51:08: Sprecher 2 Aber wie gesagt, das ist jetzt schon ganz grundsätzliche Aussage meinerseits.
00:51:12: Sprecher 2 Ich glaube, dass es im Coaching immer Menschen geben wird, die von Menschen gecoacht werden wollen.
00:51:17: Sprecher 2 Ich glaube aber auch, dass es Menschen gibt, die gar kein Problem damit haben, dass sie sich von der K.
00:51:22: Sprecher 2 I.
00:51:22: Sprecher 2 coachen lassen.
00:51:24: Sprecher 2 Aber gerade der zweite Bereich,
00:51:29: Sprecher 2 sorgt ja auch dafür, dass Menschen, die vorher gar kein Coaching in Anspruch genommen hätten, jetzt 'n Coaching in Anspruch nehmen.
00:51:37: Sprecher 2 Also es vergrößert ja auch unsere Zielgruppe und wenn die Leute sagen, ah, O.
00:51:41: Sprecher 2 K., ich hab positive Erfahrungen gemacht mit K.
00:51:43: Sprecher 2 I.
00:51:43: Sprecher 2 Coaching, das kann durchaus sein, dann werden sie irgendwann neugierig werden und mal wissen, wie ist das eigentlich mit dem Menschen.
00:51:52: Sprecher 2 Also ich glaube, dass die K.
00:51:53: Sprecher 2 I.
00:51:53: Sprecher 2 tatsächlich sogar 'n Boost
00:51:55: Sprecher 2 darstellen wird, auf lange Sicht allerdings halt gesehen, dass Menschen neugieriger werden als Menschen, gerade wenn sowas wie K.
00:52:04: Sprecher 2 I.
00:52:05: Sprecher 2 immer jederzeit überall verfügbar ist, auch als Coach.
00:52:10: Sprecher 3 Nein, ich hör so, dass dass du auch da jetzt mit großer Neugier reagierst, ne, mit großer Offenheit und das ist, glaub ich, auch was, wenn ich das so so gegen Ende noch mal reingeben darf.
00:52:23: Sprecher 3 Ich
00:52:23: Sprecher 3 ich hab dich immer erlebt als jemand, der keine Angst vor der Zukunft hat, der aber auch nicht die Augen verschließt vor kritischen Entwicklungen.
00:52:31: Sprecher 2 Ja, das finde ich beides wichtig.
00:52:33: Sprecher 2 Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und wir sind Menschen, das heißt, wir machen Fehler.
00:52:38: Sprecher 2 Und wenn wir keine Fehler sehen, dann heißt das nicht, dass wir keine gemacht haben, sondern das heißt nur, dass wir nicht gut genug hingeschaut haben.
00:52:45: Sprecher 2 Das ist meine Grundphilosophie an der Stelle, das empfehle ich auch immer meinen Klienten, ne.
00:52:49: Sprecher 2 Also
00:52:50: Sprecher 2 ich sag auch mal, keine Gefühle gibt es nicht, ne, wenn man seine Gefühle nicht spürt, dann heißt das nicht, dass die nicht da sind, sondern nur, dass man unbewusster geworden ist und im Autopiloten sich bewegt, was meistens keine gute Entwicklung ist.
00:53:02: Sprecher 2 Wenn wir auf die Zukunft schauen, dann sag ich, lass uns die doch bewusst und aktiv gestalten, denn wenn wir das nicht machen, uns dem Ganzen verweigern, dann wird es auch gestaltet, aber nicht aktiv und auch nicht bewusst.
00:53:14: Sprecher 2 Und wenn ich da wählen kann, dann wähle ich dann doch in der Regel lieber die aktivere Variante,
00:53:20: Sprecher 2 Da hat mich dann halt auch das Unternehmersein geprägt und ich hoffe, das bleibt auch noch ein paar Jahre so.
00:53:27: Sprecher 3 Ja, ich glaub, dann können wir, können wir erstmal uns freuen auf die nächsten 30 Jahre.
00:53:31: Sprecher 3 Die sind ganz gespannt, was was noch vom von der rauen Coaching kommt, was von dir als Person kommt, von euch als Unternehmen.
00:53:40: Sprecher 3 Und ich glaub, damit können wir uns gut verabschieden mit mit dem Appell, vielleicht bleibt neugierig und geht euren Weg.
00:53:48: Sprecher 3 Ich sag erstmal danke.
00:53:50: Sprecher 2 Ja, ich danke dir.
00:53:52: Sprecher 2 Ja, und damit sind wir auch schon wieder am Ende dieses Podcast angelangt.
00:53:57: Sprecher 2 Wenn es euch und Ihnen gefallen hat, dann gebt uns gerne 'ne positive Bewertung, abonniert auch gerne unseren Podcast und ich sag danke fürs Zuhören und hoffentlich auf Wiederhören.
00:54:09: Sprecher 1 Auf Wiederhören.
00:54:12: Sprecher 1 Sie hörten den Podcast Business Coaching and More, wenn es Ihnen gefallen hat
00:54:17: Sprecher 1 Wenn Sie die kommende Ausgabe nicht versäumen möchten, abonnieren Sie bitte den Podcast.
00:54:22: Sprecher 1 Auf Wiederhören.