Business-Coaching and more

Business-Coaching and more

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:04: Sprecher 1 Willkommen beim Podcast Business Coaching and More von Doktor Christopher Rauern und Andreas Steinhübel.

00:00:11: Sprecher 1 Informationen und Inspiration für Coachingprofis und alle, die es werden wollen.

00:00:18: Sprecher 2 Mein Name ist Christopher Raun und.

00:00:20: Sprecher 3 Mein Name ist Andreas Steinübbel. Wir arbeiten beide seit über 25 Jahren als Business Coaches und sind ursprünglich Diplom Psychologen.

00:00:28: Sprecher 2 Und mit diesem Podcast wollen wir unsere Erfahrungen rund um das Thema Coaching teilen und dabei auch ein bisschen über den Tellerrand hinausblicken.

00:00:36: Sprecher 3 Und heute unterhalten wir uns über Tipps für angehende.

00:00:40: Sprecher 3 Damit greifen wir eine Frage aus der Hörerschaft auf. Wir versuchen ja immer wieder, auch mit ihnen direkt ins Gespräch zu gehen, wenn Sie Fragen haben, Tipps haben wollen, besondere Themen haben wollen und die Frage.

00:00:54: Sprecher 3 Hat uns erreicht. Können Sie ne Folge machen zu dem Thema? Was sollten eigentlich angehende Coaches?

00:01:02: Sprecher 3 Wir werden uns unterhalten über Kompetenzen, über die Frage Ausbildungsinstitute gute Institute finden und was sind fragen, die auch in unseren eigenen Ausbildungen immer wieder gestellt werden.

00:01:16: Sprecher 3 Das mal so als Überblick.

00:01:18: Sprecher 3 Jetzt steigen wir mal ein, wenn ich das so systematisiere Kompetenzen sind große Frage. Fangen wir mit der großen Frage mal gleich an, was müssen Coaches können?

00:01:29: Ist.

00:01:29: Sprecher 2 Es gibt ja riesige Kompetenzmodelle. Ich hab selber auch mal 1 mitentwickeln dürfen, wo wir sehr viele Kompetenzen und Kompetenzcluster entwickelt haben und das schaffen wir heute nicht in der Folge. Es sind nämlich über 300.

00:01:44: Sprecher 2 Wird die alle entsprechend zu thematisieren?

00:01:45: Sprecher 3 Vielleicht kriegen wir es hin, die wichtigsten gewinnt.

00:01:49: Sprecher 2 Hin die wichtigste, Ich fange mal mit einer an, die so ein bisschen allgegenwärtig ist, wo es aber immer wieder zu Verwechslungen kommt und wo auch eine Seite der Medaille häufig fehlt.

00:01:58: Sprecher 2 Deswegen ist das für mich so ein Steckenpferd, auf das ich gerne mal steigen möchte, nämlich das immer wieder gesagt wird. Und das ist auch erstmal.

00:02:07: Sprecher 2 Das ist für Coaches ganz wichtig. Ist, Kommunikationskompetenz zu haben, also im Sinne von ich bin in der Lage, schnell anzukoppeln, ich bin in der Lage, mich mit anderen Menschen zu unterhalten.

00:02:18: Sprecher 2 Ja, ich bin in der Lage, ein Gespräch zu eröffnen, um zu führen. Ich kann mich schnell mit Menschen in Kontakt bringen, das ist erstmal ne ganz wichtige Fähigkeit im Coaching und das möchte ich auch gar nicht negieren, aber das ist jetzt etwas, was schon den meisten viel schwieriger fällt, die diese Kompetenz haben. Genauso wichtig wie in Kontakt zu gehen.

00:02:39: Sprecher 2 Es für Coaches auch Abstand zu halten.

00:02:44: Sprecher 2 Na ja, weil wir auf der einen Seite brauchen wir Kontakt, um Beziehung herzustellen.

00:02:50: Sprecher 2 Das ist einer der wichtigsten Faktoren. Auch Wirksamkeitsfaktoren im Bereich Coaching auf der anderen.

00:02:56: Sprecher 2 Wenn wir wirklich nützlich sein wollen, dann dürfen wir aber nicht zu nah dran sein. Und das ist auch gerade etwas, was bei angehenden Coaches, glaube ich, ein Kernproblem Halt darstellt, die versuchen, Kontakt herzustellen, springen mit den Klienten deswegen in die Grube, wo die Klienten drin sind.

00:03:16: Sprecher 2 Sind dann hervorragend im Kontakt, weil jetzt sind sie beide in der Grube und.

00:03:21: Sprecher 2 Dummerweise sind sie jetzt beide hilflos. Ne, das kennen wir sehr sehr.

00:03:26: Sprecher 2 Das ist einer der Standardfehler, möchte ich gerade behaupten. Von Coaches von angehenden Coaches, deswegen auch von meiner Seite. Auch hier diesen Punkt, weil er wirklich so häufig vorkommt, also Kontakt ja, mitfühlen ja mit leiden, nein in Kontakt treten, auf alle Fälle, aber alles mitmachen, was die Klienten mitbringen, hilft uns auch nicht weiter.

00:03:49: Sprecher 2 Müssen immer ein Stück weit in der Lage sein, Distanz zu wahren.

00:03:53: Sprecher 2 Und eben nicht in die Grube zu springen.

00:03:57: Sprecher 2 Aber die helfende Hand gegebenenfalls hineinzuhalten.

00:04:01: Sprecher 2 Es ist sehr verführerisch und es ist wahrscheinlich sogar auch der leichtere Weg, einfach in die Grube zu springen und es fühlt sich vielleicht auch erstmal gut an, aber es hilft tatsächlich nicht weiter, deswegen eine gewisse Distanz ist wichtig und das Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz.

00:04:18: Sprecher 2 Das ist dann das, was den guten Coach den Rest seines Lebens dann auch beschäftigen wird und auch wieder einer der Prozesse, die nie enden.

00:04:25: Sprecher 3 Ich ergänz das mal oder ich spinn das mal weiter meiner Sicht ne Beobachtungs und wahrnehmungskompetenz sich auszubauen und das kann ich eben nur wenn ich mal ganz nah dran bin, wenn ich mal fokussiere.

00:04:40: Sprecher 3 Ich aber auch mal eine Metapherspektive einnehme. Also wenn wenn sie wollen, Fernglas und Lupe beides zu beherrschen.

00:04:50: Sprecher 3 Also n Stück wegzugehen, Zusammenhänge zu sehen, also Komplexität zu erkennen, auch zu spiegeln, wahrzunehmen, ne nutzbar zu machen. Und ich bin in ner ähnlichen Balancierung noch mal an einer anderen Stelle neugierig zu sein.

00:05:10: Sprecher 3 Interessiert zu sein, das ist eher eine Haltung, weniger eine Kompetenz, aber als Haltung wirklich zu haben.

00:05:16: Sprecher 3 Interessiere mich für dich.

00:05:19: Sprecher 3 Ich interessiere mich für deine Themen und ich differenziere. Deine Themen sind nicht meine Themen, das heißt, ich interessiere mich mehr, dass dich mit deinen Themen in Kontakt bringst.

00:05:32: Sprecher 3 Inhaltlich für das, was du mir erzählst, klingt kompliziert, ist es auch.

00:05:38: Sprecher 2 Wir vielleicht noch mit einem weiteren komplizierten Kompetenzthema Halt an oder machen da weiter etwas, was wir persönlich auch immer wichtig ist, nämlich das Thema Verbindlichkeit Coaching.

00:05:49: Sprecher 2 Es ist mir zumindest immer sehr wichtig, Verbindlichkeit auch vorzuleben.

00:05:55: Sprecher 2 Das heißt, man muss wirklich unbequem, zuverlässig sein, unbequem, zuverlässig, weil am Ende wissen wir das, wenn wir wirklich eine stabile Beziehungsebene haben wollen, gilt übrigens nicht nur für Coaching, Beziehungen, dann braucht es Zuverlässigkeit, ja, ohne das wird keine Sicherheit entstehen.

00:06:16: Sprecher 2 Sicherheit wird auch keine ernstzunehmende, tragfähige beziehungsebene Halt entstehen können.

00:06:22: Sprecher 2 Und zu dieser unbequemen Zuverlässigkeit gehört eben auch, dass man.

00:06:27: Sprecher 2 Auch Advocatus Diaboli sein darf sogar sein muss, dass man in der Lage sein muss und darf, auch schwierige Themen anzusprechen und auch das zuverlässig, ja und eben auch immer wieder Verbindlichkeit dann in den Prozess reinzubringen, wenn die Klienten ausbüxen möchten.

00:06:46: Sprecher 2 Das wollen wir jetzt erstmal per se niemandem unterstellen, aber wir kennen alle diesen.

00:06:50: Sprecher 2 Der Aufschieberitis, neudeutsch Prokrastination. Und manchmal machen Klienten das auch. Das sind nämlich auch nur in Anführungsstrichen Menschen, und dann ist es unser Job, dafür zu sorgen, dass da, wo gerne was aufgeschoben.

00:07:03: Sprecher 2 Gut, konkret etwas umgesetzt wird, und zwar zeitnah umgesetzt wird. Und das ist auch unsere.

00:07:10: Sprecher 2 Da bin ich eben auch ein Freund von Verbindlichkeit und das finde ich eine ganz wichtige Kompetenz für einen Coach, nicht nur nett zu sein und sein, sondern eben, wie ich eben so n Satz zum einen in der Distanz zu sein, aber zum anderen auch Verbindlichkeit herzustellen. Und das klingt vielleicht jetzt simpel, ist aber in der Umsetzung deutlich schwieriger und das ist deswegen meiner Meinung nach wirklich eine Kompetenz und nicht nur halt.

00:07:34: Sprecher 2 Die man sich auch erarbeiten muss. Und das ist auch etwas, wo die Klienten nach meiner Erfahrung zumindest am Ende des Prozesses dankbar für sind, dass man diese Verbindlichkeit, die ihnen manchmal zumindest zwischendurch fehlt, dass man die aufrechterhält.

00:07:52: Sprecher 3 Wenn wir das von außen mal weiter nehmen und einmal noch ins innen abbiegen, halte ich das ganze Thema selbstreferenz, Selbstreflektion für extrem wesentlich.

00:08:03: Sprecher 3 Ich hol mal n ganz bisschen aus. Ich kenn einige, gerade angehende Coaches, die mir dann sagen, also auf die Frage, was ist genau ihr Interesse?

00:08:12: Sprecher 3 Wollen Sie.

00:08:13: Sprecher 3 Warum wollen Sie diese Profession werden?

00:08:16: Sprecher 3 Warum wollen Sie Coach werden, dass sie sagen, na ja, ich hab eigene Erfahrungen gemacht und ich möchte diese eigenen Erfahrungen anderen Menschen nahebringen, würde ich sagen. Ja, das ist erstmal natürlich hilfreich, eigene Erfahrung gemacht zu haben, das ist aber auch ein Risiko, wenn diese eigenen Erfahrungen nicht reflektiert.

00:08:36: Sprecher 3 Wurden auch da gilt wieder, was wir vorhin schon hatten, deine Welt ist nicht meine Welt, das heißt Reflexion über sich.

00:08:44: Sprecher 3 Reflektion über eigene Anteile, Reflexion über das, was zwischen Menschen in der Coach Klienten Beziehung passiert, ist ein ganz wesentliche Kompetenz, die oft unterschätzt.

00:08:57: Sprecher 3 Wird weil das ist nichts, was so nebenher geschieht. Das ist was, was eine Systematik braucht, das ist was, wo wir uns drauf einlassen müssen, weil nicht alles, was ich mit mir selbst reflektiere, bringt nur Licht hervor, also tatsächlich ne Nachdenklichkeit über sich und Zusammenhänge halte ich für ne ganz wesentliche innere Kompetenz.

00:09:22: Sprecher 2 Kann ich nur bestätigen. Für mich ist Selbstreflexion eine der wesentlichsten Grundlagen überhaupt und ich würde sogar behaupten, wenn man die nicht hat oder nur im begrenzten Maß darüber verfügen kann.

00:09:34: Sprecher 2 Das ist dann.

00:09:35: Sprecher 2 Wird als Coach erfolgreich sein zu können, zumindest wenn man einen gewissen professionellen Anspruch.

00:09:41: Sprecher 2 Ich weiß natürlich auch um die Menschen, die gerade besonders zumindest rein betriebswirtschaftlich gesehen erfolgreich sind, weil sie nicht unbedingt die aller Reflektiertesten sind. Aber das wollen wir jetzt mal an der Stelle hier außen vor lassen.

00:09:54: Sprecher 2 Daneben ist mir noch ein wichtiger Punkt bedeutsam, weil er sich, glaube ich zumindest, auch an Anfänger richtet, nämlich die Frage, muss ich eigentlich im Coaching mehr vorbereitet sein oder muss ich im Coaching mehr improvisieren?

00:10:11: Sprecher 2 Ist ja auch eine Frage, die wir häufig in der Ausbildung gestellt bekommen.

00:10:16: Sprecher 2 Um das mal zu beantworten, die hässliche Antwort heißt üblich natürlich, man muss beides beherrschen, ne, also man muss oder sollte in der Lage sein sich sehr sehr gut vorzubereiten, um die Klienten insbesondere dort abzuholen, wo die gerade sind.

00:10:34: Sprecher 2 Bemerkt nicht, wo wir gerade sind und zum zweiten muss ich natürlich auch immer in der Lage sein zu improvisieren.

00:10:41: Sprecher 2 Weil Coaching, Gespräche die verhängnisvolle Neigung haben, nicht so zu verlaufen, wie wir uns das in der Vorbereitung gedacht haben. Da muss ich dann eben auch schnell umspringen können, da muss ich schnell drauf reagieren können, da muss ich mich schnell drauf einstellen können, auch im Prozess, nicht nur zum Start.

00:10:59: Sprecher 2 Das heißt, wir brauchen diese Fähigkeit nicht nur der akribischen Vorbereitung, weil das ist ja auch das, was ich häufig erlebe in der Ausbildung, dass Leute extrem gut sind in der Vorbereitung. Aber wenn dann etwas nicht so.

00:11:10: Sprecher 2 Läuft, wie sie das geplant haben, dann kommt die Unsicherheit, die viele Anfänger zu beginnen auch verständlicherweise halt haben, ganz schnell durch und dann sagen, Oh, da bin ich jetzt nicht drauf vorbereitet, da brauche ich jetzt ne Pause oder ich muss jetzt abbrechen, ist auch kein Drama, man kann im Coaching, weil man merkt, sehr gut Pausen machen.

00:11:30: Sprecher 2 Ein Stück weit besser ist es natürlich, wenn man diese Pausen gewollt macht und nicht, weil man sie jetzt erstmal für sich selbst braucht.

00:11:36: Sprecher 2 Auch, und da ist natürlich Improvisationskunst ein Stück weit gefragt, dass man eben auch mit Situationen, die Unvorhergesehenes mit sich bringen, relativ schnell relativ souverän umgehen kann. Und auch hier hilft wieder.

00:11:51: Sprecher 2 Üben. Üben.

00:11:52: Sprecher 2 Deswegen ist ja auch eine gute Ausbildung so wichtig. Und viele Leute behaupten ja, sie brauchen keine Ausbildung, sie haben ja schon an der Universität des Lebens studiert.

00:12:01: Sprecher 2 Wir sind jetzt auch schon häufiger uns begegnet. Ich behaupte aber, das gute Coach ist eine Ausbildung brauchen schon alleine alleine um die eigenen blinden Flecken, die jeder von uns hat, das hängt ja überhaupt nicht damit zusammen, dass das jetzt angehende Coaches sind, sondern das hat jeder, wir auch.

00:12:02: So.

00:12:17: Sprecher 2 Die werden auch nicht weniger im Laufe des.

00:12:19: Sprecher 2 Ich hab da manchmal das Gefühl, die blinden Flecken nehmen sogar.

00:12:21: Sprecher 2 Zu.

00:12:23: Sprecher 2 Deswegen bleibt das ne lebenslange Aufgabe an diesen Themen Halt zu arbeiten und insbesondere für angehende Coaches ist es sehr wichtig, da halt aktiv zu bleiben.

00:12:32: Sprecher 2 Und ja, sich sah seine eigenen blinden Flecken bewusst zu werden und an den auch zu arbeiten und.

00:12:40: Sprecher 2 Basis eine reflektierte Souveränität zu entwickeln, die sich dann eben auch in Form von einer Gewissen, sagen wir mal, improvisationskunst Halt widerspiegelt.

00:12:52: Sprecher 3 Also wir brauchen Struktur, strukturierungskompetenz und die Kompetenz, flexibel zu gestalten.

00:13:00: Sprecher 3 Ich nehme noch mal eine Frage rein, die uns eben auch sehr oft gestellt wurde.

00:13:06: Sprecher 3 Wieviel betriebswirtschaftliche Kompetenzen braucht es eigentlich, um als Business Coach tätig zu sein?

00:13:13: Sprecher 3 Für psychologische Kompetenzen braucht es.

00:13:17: Sprecher 3 Gib mal meine Sicht rein und kriegst heute ergänzt gleich mal. Also ich find erstmal, dass die Grundlage sich für Firmen, Zusammenhänge und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge zu interessieren, hilfreich ist.

00:13:33: Sprecher 3 Glaube nicht, dass wir ein betriebswirtschaftliches Studium brauchen als.

00:13:36: Sprecher 3 Coaches.

00:13:37: Sprecher 3 Aber wir müssen uns für Firmen, für Unternehmen, für Organisationen interessieren.

00:13:42: Sprecher 3 Wir müssen in der Lage sein, die Zusammenhänge wahrzunehmen.

00:13:46: Sprecher 3 Da bin ich ganz offen. Mal ein bisschen kurz, kurz, indirekt streng mit dem ein oder anderen Therapeuten, der einen oder anderen Therapeutin, die sagt, naja, ich bin sehr systematisch ausgebildet, Techniken und Gesprächsführung.

00:13:59: Sprecher 3 Ich kann auch Coaching, das erlebe ich immer wieder, dass dann das Betrachten von Kontext, das betrachten auch von wirtschaftlichen Zusammenhängen im Coaching zu kurz kommt.

00:14:11: Sprecher 3 Da würde ich sagen.

00:14:12: Sprecher 3 Zumindest ein grundlegendes Interesse, ne grundlegende Bereitschaft sich für Wirtschaftszusammenhänge zu interessieren. Und jetzt sind wir natürlich beide Psychologen, das ist n bisschen einseitige Antwort.

00:14:24: Sprecher 3 Glaube schon, dass die Beschäftigung mit dem Menschen als solches mit inneren Funktionalitäten extrem hilfreich.

00:14:32: Sprecher 3 Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, mir hat das Studium der Psychologie, der Abschluss als Diplom Psychologe sehr geholfen als Grundlage.

00:14:43: Sprecher 3 Glaube umgekehrt auch da nicht.

00:14:44: Sprecher 3 Nicht dass Coaching ne Leistung ist, sie nur vom Psychologen zu erbringen ist. Aber ich würde auch da in Anspruch nehmen, wer als Coach arbeiten möchte, professionell arbeiten möchte, braucht zumindest psychologische Grundlagen und auch da wieder eine Grundneugier auf das menschliche Wesen.

00:15:04: Ja.

00:15:04: Sprecher 2 Das kann ich nur bestätigen.

00:15:06: Sprecher 2 Aus meiner Sicht braucht es eine sogenannte Schnittfeldqualifikation, wo mehrere Kompetenzbereiche zusammenkommen und.

00:15:13: Sprecher 2 Also eben dieses schon erwähnte betriebliche betriebswirtschaftliche Wissen und die Neugier, aber eben auch psychologische Themen.

00:15:21: Sprecher 2 Man kann es auch anders betrachten, dass man sagt, man muss sowohl in der Lage sein, den Menschen in seinem Inneren zu verstehen, zumindest in den Grundzügen.

00:15:30: Sprecher 2 Das wäre dann eben der psychologische Bereich als auch das, was zwischen den Menschen passiert, sowohl psychologisch, aber eben auch wirtschaftlich gesehen.

00:15:37: Sprecher 2 Da muss ich immer ein bisschen schmunzeln, weil es ja bei den Wirtschaftswissenschaften lange dieses Modell, dieses Konstruktes Homoökonomikus gegeben hat und in verschiedenen Disziplinen ja auch immer noch gibt, als Betrachtungsgrundlage, als ob der Mensch quasi vernünftig handeln würde und logisch handeln würde und gewinnmaximierend handeln würde und Modell des Homo oeconomicus.

00:16:01: Sprecher 2 Müssen alle Wirtschaftswissenschaftler ganz stark sein? Das funktioniert leider in der Wirklichkeit nicht so, wie man sich das lange, lange über viele Jahrzehnte ja vorgestellt hat.

00:16:11: Sprecher 2 Mich persönlich hat das nicht überrascht.

00:16:13: Sprecher 2 Dass das bestenfalls eine klägliche Annäherung an die Realität ist. Und jetzt kommen wir immer mehr dahin, dass eben diese psychologischen Faktoren auch in die Wirtschaft mit reingehen, und das finde ich ja auch total spannenden Prozess im Coaching, dass man eben beides braucht und dass aber auch die Wirtschaft halt immer psychologischer geworden ist.

00:16:33: Sprecher 2 Das ist ja auch die andere Seite der Medaille, die Psychologie ja auch immer wirtschaftlicher geworden ist.

00:16:39: Sprecher 2 Oder wie hast du so die letzten 3040 Jahre da erlebt?

00:16:43: Sprecher 3 Spannender Gedanke also. Erstmal teile ich das, also das wüsste ich aber, dass Menschen sich rational, das deckt sich nicht mit meinem Erlebnis.

00:16:49: Sprecher 2 Das wäre ganz was Neues.

00:16:54: Sprecher 3 Mit meiner Lebenserfahrung. Also ich glaube, um, um es noch mal ernsthaft zu beantworten, also.

00:17:01: Sprecher 3 Ich nehm das auch.

00:17:02: Sprecher 3 Das wirtschaftliche Zusammenhänge psychologisch betrachtet werden und dass wir natürlich auch als Psychologen, und das ist ja die Frage hier, angehende Coaches und vielleicht auch angehende Unternehmende.

00:17:16: Sprecher 3 Sind natürlich Wirtschaftsunternehmen. Ob es n Freiberufler ist, ob es n Unternehmen ist, das heißt auch für sich selbst diese Fähigkeit zu haben, auch wenn das nicht ne direkte Coachingfähigkeit ist. Aber einfach n guten guter Geschäftsmann, ne gute Geschäftsfrau zu sein oder auch.

00:17:32: Sprecher 3 Werden, weil nur wenn wir auch das in der Lage sind zu gestalten, können wir unabhängig sein. Wenn ich angewiesen bin auf den Klienten, die Klienten, die vor mir sitzt, und zwar existenziell, dann kann ich noch so mental unabhängig sein, wenn ich das real bin, habe ich eine andere Grundlage, als wenn ich sozusagen auch wirtschaftlich.

00:17:54: Sprecher 3 Erfolg generiere, was auch immer erfolgreich ist, um da unabhängig zu sein.

00:17:59: Ich.

00:18:00: Sprecher 3 Mach mal so so n bisschen so n kleinen Abbinder, weil du gesagt hast 300 Kompetenzen, jetzt ahne ich schon den ein oder anderen zu Hause, sitze halt ja jetzt sagt er 300, ihr habt jetzt irgendwie 6. Gibt's denn irgendwo eine Variante diese 300 zugänglich zu bekommen?

00:18:18: Sprecher 2 Ja, denn wir haben das ja veröffentlicht, dass das Coach Kompetenzmodell.

00:18:22: Sprecher 2 Findet man relativ schnell über Google auch bei uns im Coaching Magazin. Also einfach mal eingeben für alle diejenigen, die das näher interessiert.

00:18:31: Sprecher 2 Da gibt es dann noch mal so eine Übersicht über die Kompetenzfelder. Das ist alles frei verfügbar veröffentlicht.

00:18:38: Sprecher 2 Ja, gucken wir auf was anderes, weil die Frage wurde ja auch gestellt und die finde ich auch sehr wesentlich.

00:18:43: Sprecher 2 Frage war nach Tipps und Tricks die richtige Ausbildungsstätte zu finden. Die.

00:18:48: Sprecher 2 Und vielleicht da erstmal die Information. Es gibt in Deutschland, Österreich und Schweiz nach meinem Wissen ungefähr 400, Ausbildungsinstitute und und Orte und Einrichtungen, wo man sich zum Coach ausbilden lassen kann.

00:19:05: Sprecher 2 Das heißt, man hat wahrscheinlich eine relativ gute Chance, dass es auch in der regionalen Nähe jemanden gibt. Ob dann die regionale Nähe immer das passende Argument Halt ist, sei mal dahingestellt.

00:19:15: Sprecher 2 Ich würde empfehlen, zweistufiges Vorgehen, nämlich einmal nach Hard Fact zu selektieren und dann soft.

00:19:23: Sprecher 2 Dann gucken wir uns die mal im Detail an.

00:19:26: Sprecher 2 Der erste Hard Fact wär für mich tatsächlich der Stundenumfang der Weiterbildung oder der Ausbildung, also wie viele Stunden interaktionszeit, also nicht bücherlesen, sondern wirklich interaktionszeit lernen hat diese Ausbildung.

00:19:40: Sprecher 2 Und wie lange dauert diese?

00:19:42: Sprecher 2 Ist n Unterschied ob man eine Ausbildung macht in einer Woche.

00:19:46: Sprecher 2 Oder ob man eine Ausbildung macht, in 3 Jahren nicht nur von der Stundenzahl, sondern eben auch von der Gesamtdauer her, weil ich sag mal so viel fremdgedachtes wissen, was man vermittelt bekommt in einer guten Ausbildung, das muss man auch verdauen, das muss man auch anwenden, das muss man auch übersetzen in seine eigene Welt.

00:20:04: Sprecher 2 Muss man integrieren, das braucht Zeit. Deswegen folgen wir auch da den offiziellen Empfehlungen sagen.

00:20:10: Sprecher 2 Eher ne Ausbildung machen, die länger ist, weil es damit die Möglichkeit gibt das wirklich gut zu integrieren. Und länger bedeutet ein Jahr, anderthalb Jahre, 2 Jahre so. In diesem Bereich würde ich mich orientieren, gegebenenfalls auch länger.

00:20:25: Sprecher 2 Kommt ein bisschen darauf an, wieviel vor vorinformationen man schon hat, wieviel Vorbildung man halt auch schon hat, wieviel Erfahrung man bereits besitzt.

00:20:34: Sprecher 2 Das wär aber so der grobe Rahmen. Ich würde mich weiterhin als Hard Fact darin orientieren.

00:20:39: Sprecher 2 Lange gibt es eine Ausbildung schon am Markt.

00:20:41: Sprecher 2 Wie lange existiert die?

00:20:44: Sprecher 2 Wieviel Weiterbildung bietet ein Anbieter auch jährlich an oder passiert das nur alle Jubeljahre einmal? Dann natürlich. Wie ist diese Ausbildung methodisch ausgerichtet? Werden dort seriöse Methoden angewandt?

00:20:59: Sprecher 2 Sind oder ist das, was da gemacht wird, eher so aus dem esoterischen Bereich?

00:21:03: Sprecher 2 Da muss man auch vorsichtig sein. Da können wir jetzt nicht alles abbilden, was Esoterik ist. Aber da ist Google und mittlerweile Jet GPT glaube ich sehr hilfreich.

00:21:13: Sprecher 2 Herauszufinden ist eine Tode wissenschaftlich bezweifelbar.

00:21:16: Sprecher 2 Oder gibt es da wissenschaftliche Evidenz für? Also da mal drauf schauen.

00:21:22: Sprecher 2 Methodische Vielfalt dann natürlich die Kosten.

00:21:27: Sprecher 2 Wieviel kostet diese?

00:21:28: Sprecher 2 Wie ist das Preis Leistungsverhältnis? Also stehen die Dauer und der Umfang der Ausbildung, die Stunden, steht das im Verhältnis zu den Gesamtkosten?

00:21:39: Sprecher 2 Da Ausbildung in der Regel in Gruppen stattfinden, würde ich immer auch Fragen, wie groß sind diese Gruppen?

00:21:43: Sprecher 2 Das.

00:21:44: Sprecher 2 Massenveranstaltungen bin ich da in einem Saal mit hunderten anderen. Das würde ich persönlich eher nicht so empfehlen als Coachingausbildung, weil da braucht schon was sehr individuelles. Ist es vielleicht sogar eine Einzelausbildung wird auch vereinzelt angeboten, ist eher selten, gibt es aber manchmal auch oder ist es halt so eine Veranstaltung mit den üblichen Gruppengrößen irgendwo zwischen 8 bis 18 Personen, das sind Größen, die man am Markt trifft.

00:22:09: Sprecher 2 Auch da Fragen hilft, klären hilft und das Halt herauszufinden.

00:22:12: Sprecher 2 Finden, was auch sehr wichtig und häufig vergessen wird, immer zu fragen, wer sind eigentlich die anderen Teilnehmer?

00:22:19: Sprecher 2 Also nicht nur auf sich selbst zu schauen, sondern mit welchen Leuten komme ich denn da zusammen und lerne gemeinsam? Das würde ich immer empfehlen abzufragen, also Qualifization der Teilnehmer Zielgruppe der Ausbildung.

00:22:32: Sprecher 2 Und natürlich ganz wichtig, und da kommen wir jetzt zu den Soft Fac.

00:22:36: Sprecher 2 Wer ist eigentlich der?

00:22:40: Sprecher 2 Also wer sind die Personen, mit denen ich dann letzten Endes halt im Kontakt bin, weil das müssen ja nicht immer die gleichen Personen sein, das hängt ja auch sehr stark.

00:22:49: Sprecher 2 Ausbildung nach meiner Erfahrung immer von den Menschen ab, die es dann letzten Endes machen. Da würde ich dann auch immer ganz konkret erstens klären, wer ist das?

00:22:57: Sprecher 2 Zweitens komme ich mit diesen Menschen eigentlich klar.

00:23:00: Sprecher 2 Ja, das heißt hier jetzt der Software Bereich. Versuchen sie immer sich irgendwie indirekt in Verbindung zu setzen mit den Menschen, mit den Dozierenden, die das Anbieten, mit denen, die als Coach Halt arbeiten, damit sie können.

00:23:17: Sprecher 2 Da die Chemie, komme ich mit diesen Leuten gut klar, passt das irgendwie auf einer auf einer Ebene, auf einer zwischenmenschlichen Ebene oder halt eher auch nicht.

00:23:26: Sprecher 2 Nicht bilden sie sich da ihren eigenen Eindruck und bilden sie sich den direkt. Also einfach mit den Leuten sprechen oder noch besser sie direkt kennenlernen, dann haben sie schon mal die wichtigsten Punkte, um für sich am Ergebnis eine gute Ausbildung finden zu können, die für sie individuell passt.

00:23:45: Sprecher 2 Was man nicht machen kann, das möchte ich auch noch mal kurz betonen. Ist die Frage beantworten, Was ist die beste Coaching?

00:23:52: Sprecher 2 Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird und die nicht beantwortbar ist.

00:23:56: Sprecher 2 Schlicht und ergreifend deswegen, weil Güte hier abhängig ist von dem, was jemand sucht. Menschen suchen aber im Bereich Coachingausbildung ganz, ganz unterschiedliche Sachen und eine Ausbildung, die für jemanden hervorragend geeignet ist.

00:24:09: Sprecher 2 Kann für jemanden der andere Zielsetzung und auch anderes Hintergrundwissen bereits besitzt vollkommen langweilig und weniger geeignet.

00:24:16: Sprecher 2 Das heißt, Güte ist hier immer zu übersetzen in Passung, also wie gut passt eine Ausbildung zu dem, was ich suche, was ich auch schon kann und wohin ich möchte.

00:24:27: Sprecher 2 Und das kann man immer nur individuell klären. Aber mit den Punkten, die ich genannt habe, hoffe ich, gibt es sogar paar ganz konkrete Hilfestellungen, wenn man das rausfinden kann, wenn man neugierig ist, wenn man Coach werden will, wenn sie das beherzigen, dann haben sie eine relativ gute Chance, ein für sie passendes Ausbildungsinstitut zu finden.

00:24:46: Sprecher 3 Coaching lerne ich ja erstmal durch Coaching, das heißt, es sollte ne Ausbildung sein, wo tatsächlich angeleitet Coaching durchgeführt wird.

00:24:55: Sprecher 3 Klingt banal? Das ist aber nicht in allen so. Coaching lerne ich durch Reflex.

00:24:59: Sprecher 3 Um Coaching lerne ich durch Modelle und Coaching lerne ich durch sinnvolle Wirkzusammenhänge. Das danach würde ich auch empfehlen zu gucken und auf einer ganz praktischen Ebene würde ich immer gucken, habe ich in dem Kontakt mit dem Ausbildungsinstitut das, was auch im Coaching stattfinden soll.

00:25:21: Sprecher 3 Gibt es die Möglichkeit, ein Kennenlerngespräch zu machen, werde ich nach meinen Lernzielen gefragt.

00:25:28: Sprecher 3 Sagt auch jemand, deine Lernziele passen nicht zu dem, was ich dir anbieten kann? Also hab ich da die Möglichkeit in ne Pass Genauigkeit reinzugehen und Umfang kriegst du hast du.

00:25:43: Sprecher 3 Das hängt eben ja sehr stark davon ab. Will ich als eigenständiger Coach am Markt auch erfolgreich agieren mit all den Dingen, die da sind. Also ich behaupte, da ist unter ein Jahr zeitlicher Investition mit mehreren Modulen nichts möglich oder möchte ich eine coaschende Kompetenz aufbauen, die ich ergänzend zu der Rolle, die ich sowieso schon.

00:26:03: Sprecher 3 Habe nutze das heißt es hängt sehr stark davon ab, aber ich würde immer gucken, was ist die Idee was ich hier im Sinne von Coaching, Haltung auch lernen kann.

00:26:17: Sprecher 3 Und ich wäre sehr vorsichtig wag das mal, wenn das Menschen sind, die zu starke Strahlkraft haben, weil es kann nicht darum gehen, jemanden zu kopieren, sondern es kann im Coaching ja immer nur darum.

00:26:31: Sprecher 3 Umgehend einen eigenen Stil, einen eigenen Weg zu finden. Und dabei kann eine sehr professionelle Ausbildung helfen.

00:26:38: Sprecher 3 Deutschland ist gut abgedeckt, aber machen wir uns nichts vor, das will ich auch ganz bewusst sagen.

00:26:45: Sprecher 3 Es gibt aus meiner Wahrnehmung auch eine wachsende Zahl von unseriösen Instituten, die die Nimbus der Seriosität haben.

00:26:54: Sprecher 3 Heißt, prüfen Sie auch was ganz Banales?

00:26:57: Sprecher 3 Haben Sie das Gefühl von Seriosität und haben Sie das Gefühl, hier werde ich ernst genommen, als Mensch ernst genommen mit meinen Zielen, mit meinen Möglichkeiten und meinen Lehrinteressen.

00:27:10: Sprecher 2 Ist ein wichtiger Punkt, weil wir wissen, dass es ja immer mehr Pseudoausbildungen gibt. So möchte ich das mal formulieren, also irgendwelche Webinare, die jetzt über Youtube angeboten werden, wo man dann auch noch ganz schnell ganz reich wird, davon würd ich definitiv abraten, also machst du sowas nicht, sondern Coaching lebt von der Interaktion, da würde ich schon immer erwarten, was können die Leute die das anbieten oder haben die vielleicht gar nicht so selber den Erfahrungshintergrund, der sie zum aus Ausbildertum befähigt für mich halt auch noch mal ein wichtiger Aspekt, also schauen sie sich die Leute genau an.

00:27:47: Sprecher 2 Fragen Sie.

00:27:48: Sprecher 2 Das hinterfragen sie auch, wer, wie gesagt, die anderen in der Gruppe sind. Eine ganz einfache.

00:27:53: Sprecher 2 Eine total simple Frage, die meiner Meinung nach viel zu selten gestellt wird, wird mir auch in der Regel fast nie gestellt.

00:28:01: Sprecher 2 Wie alt sind eigentlich die Teilnehmer?

00:28:04: Sprecher 2 Weil man meistens denkt, ja, ist ja klar, wie alt die sind und das gar nicht so klar. Ich hab das zum Beispiel auch mal erlebt.

00:28:10: Sprecher 2 Einem Hotel, in dem ich wegen etwas anderem war als als Coaching. Zufälligerweise habe ich da ein Schild gesehen.

00:28:18: Sprecher 2 Den Veranstaltungen Coaching, Ausbildung, da bin ich natürlich neugierig geworden, bin da mal hingegangen um das.

00:28:24: Sprecher 2 Und hab dann festgestellt, dass da sehr viele junge Leute waren und mit Jungen meine ich in dem Fall. Das waren so 1617 und achtzehnjährige, die da eine aus meiner Sicht in Anführungsstrichen Coaching Ausbildung gemacht haben.

00:28:38: Sprecher 2 Ich stell mir jetzt mal vor, man man ist so ein gestandener Manager, der gestandene Managerin, die jetzt sagt, Ich hab vieles in meinem Leben erreicht, ich möchte jetzt was weitergeben.

00:28:49: Sprecher 2 Möchte selber Coach.

00:28:51: Sprecher 2 Buche eine Coachingausbildung und finde mich in einer Gruppe mit.

00:28:56: Sprecher 2 Sehr jungen Menschen wieder.

00:28:59: Sprecher 2 Ich glaube, das kann sehr interessant werden.

00:29:02: Sprecher 2 Ich glaube aber, dass die Erwartungshaltung eine andere wäre. Also das wäre zum Beispiel auch etwas, was in der Regel ich immer fragen würde, was aber wie gesagt viel zu selten gefragt wird, wer sind die anderen?

00:29:13: Sprecher 2 Passt das auch zu dem, was ich halt suche?

00:29:15: Sprecher 2 Denn das ist auch eine Erfahrung aus der Praxis heraus. Man lernt in einer Coachingausbildung mindestens genauso viel von den anderen Teilnehmern, wie man von den Veranstaltern lernt, hoffentlich.

00:29:30: Sprecher 3 Das ist natürlich als Ausbilder manchmal ein bisschen ernüchternd, aber ich teile das, ich will noch mal so die die dritte Frageweise in Richtung was werden wir in der ausbildenden Rolle auch immer mal wieder gefragt.

00:29:44: Sprecher 3 Die Kernfrage, die eigentlich immer wieder kommt, ist, wie komme ich an Klienten?

00:29:49: Sprecher 3 Und das klingt total banal. Aber das ist natürlich erstmal eine absolute, berechtigte Frage.

00:29:55: Sprecher 3 Das gilt übrigens nicht nur für die, die am freien Markt tätig sind, sondern auch die, die Internation.

00:30:00: Sprecher 3 Coachen, wenn die das interne Angebot labeln und niemand nimmt es.

00:30:06: Sprecher 3 Es ist ist es mindestens so unangenehm, wie wenn wenn das am freien Markt nicht genommen wird.

00:30:13: Sprecher 2 Gerade bei den Internen gibt es aber auch genau das gegenteilige Problem und das muss man halt auch.

00:30:17: Sprecher 3 Ja, ja.

00:30:19: Sprecher 2 Das ist ein Angebot gibt, und das wird so stark wahrgenommen, dass sie es nicht befriedigen können, was dann ja auch zu entsprechender Frustration bis hin zur richtigen Ärger führen kann.

00:30:28: Sprecher 2 Das heißt, die, die der Workload muss sowohl im.

00:30:33: Sprecher 2 Dem einen Fall zu wenig Nachfrage als auch gerade bei den internen erleb ich da meistens eher zu viel Nachfrage, der muss halt auch entsprechend balanciert werden und das einfach dem freien Spiel der Kräfte zu überlassen, ist ein Stück weit naiv deswegen, da würde ich auch immer wieder sagen, eine gute Ausbildung sollte Antworten darauf bieten, wie kann ich als Coach erfolgreich sein, dass ich ausgelastet bin, aber nicht überlastet bin.

00:30:49: Eve.

00:31:03: Sprecher 3 Absolut. Also teile ich, teile ich sehr und ich glaube das ist AN Teil von Auswahl einer einer Ausbildung.

00:31:10: Sprecher 3 Das zweite ist sich selbst auch klar zu werden, dass ein Teil der Coaching Profession der Rolle des des Coaches Balancierung von Anfragen heißt.

00:31:22: Sprecher 3 Heißt, ich muss in der Lage sein, Anfragen zu generieren.

00:31:26: Sprecher 3 Auch ganz offen über mein Angebot zu sprechen, ob intern oder extern, das gehört in ne gute Ausbildung dazu, wie du auch gerade gesagt.

00:31:34: Sprecher 3 Es gehört aber auch für mich in die Selbstreflektion dazu. Ist das was, was ich als Teil meiner Profession in Zukunft sehen möchte und was ich erlebe. Jetzt machen wir das ja wirklich schon sehr, sehr lange.

00:31:48: Sprecher 3 Die Art von Marketing und die Art von Akquisition verändert sich, aber es ist immer ein Thema und es bleibt auch immer ein.

00:31:56: Sprecher 3 Es ist ein rollenbezogenes Thema und sich damit auch zu versöhnen, sich anzufreunden und ich red jetzt nicht davon, dass die Coaches die größten Sales Experten der Welt sein müssen. Aber das ist eben auch.

00:32:09: Sprecher 3 N Teil der der oft aus meiner Sicht viel zu spät adressiert wird. Deshalb eben als als Frage kommt das in in den Ausbildungen sehr sehr stark rein.

00:32:20: Sprecher 3 Das zweite ist die zweite Frage, die sehr häufig gestellt wird. Wie gehe ich damit um, wenn Themen meiner Klienten mich selbst persönlich anfassen, wenn ich vielleicht eine Ähnlichkeit in den Themen erklärt?

00:32:34: Sprecher 3 Kenne, da bin ich auch sehr stark dabei zu sagen, ja, das kann passieren, das wird auch passieren und es ist ja erstmal gut, berührt zu werden, Berührbar zu bleiben und gleichermaßen auch in die Reflektion und auch in die Abgrenzung zu gehen, also so als als Sinnbild, wenn ich die Klienten, die Klientin abends sinnbildlich mit nach Hause nehmen möchte, dann bin ich zu nah dran, wenn ich sage, Ach, interessant.

00:33:00: Sprecher 3 Hand, Sie haben ne ernste berufliche Situation. Ach was, dann bin ich zu weit weg, also berührbar zu bleiben und das ist auch was.

00:33:09: Sprecher 3 Auch das gehört in guter Ausbildung. Das gehört aber auch in die Auseinandersetzung, weil wir sind eben keine Coaching Roboter, sondern wir sind menschliche Wesen, die mit menschlichen Wesen in Kontakt gehen.

00:33:21: Sprecher 2 Ganz wichtiger Punkt, wie ich meine, denn wir müssen in der Lage sein, in den Kontakt zu suchen.

00:33:28: Sprecher 2 Müssen aber auch in der Lage sein, Stichwort in die Kurve springen mit den Klienten.

00:33:33: Sprecher 2 Ein Distanzteil zu gehen sagte ich ja schon. Und wenn wir das lernen und viele müssen das tatsächlich auch als lernen, dann bedeutet das Halt natürlich auch sehr viel über sich selbst zu lernen. Und deswegen bietet eine gute Ausbildung auch immer einen erheblichen Anteil von Selbsterfahrung, wo man sich selbst ausprobieren kann, wo man Themen einbringen kann.

00:33:54: Sprecher 2 Manchmal Themen aus der Vergangenheit hochkommen, die nicht immer einfach sind. Das gehört auch mit dazu, weil all das kann halt auch im Coaching angetriggert werden.

00:34:02: Sprecher 2 Deswegen sollte es vorher in der Coachingausbildung gut verdaut werden, damit man nicht seine Eigenanteile auf Klientenhalt.

00:34:09: Sprecher 2 Das ist nämlich auch eine der meiner Erfahrung nach zumindest größten Fehler, den gerade jüngere Coaches machen, dass sie in den Themen ihrer Klienten viele ihrer eigenen Themen.

00:34:20: Sprecher 2 Das muss auch nicht immer falsch sein, aber es sollte auf alle Fälle halt gut verdaut sein und dann hat man eine gute Chance, auch etwas zu machen, wenn man diese diese ich sag mal verdauungs Prozesse sozusagen durchläuft, nämlich herauszufinden, was ist eigentlich mein Nutzen.

00:34:39: Sprecher 2 Denn als Coach werde ich nur dann auch betriebswirtschaftlich erfolgreich sein, wenn ich einen Nutzen stifte. Und das ist einmal die Frage, für welche Menschen kann ich einen Nutzen stiften?

00:34:51: Sprecher 2 Betrachtet und für welche Themen kann ich einen Nutzen stiften?

00:34:55: Sprecher 2 Und wenn man das für sich geklärt hat, dann kann man etwas ganz Wichtiges nämlich schaffen. Man kann nämlich sein Angebot.

00:35:01: Sprecher 2 Darf das sollte einem ne gute Ausbildung auch mitgeben, dass einem klar wird ich bin der Coach für die und die Zielgruppe mit diesem und jenem Thema und zu sagen Ich bin Coach.

00:35:14: Sprecher 2 Führungskräfte, die Führungskräfteprobleme haben, ist keine Spezialisierung.

00:35:20: Sprecher 2 Das höre ich sehr häufig so. Ich bin kurz für Führungskräfte ist keine Spezialisierung, das sagen alle, muss man sehr deutlich zu sagen, wenn jetzt mir jemand aber sagen kann, ich bin ja.

00:35:29: Sprecher 2 Den Code für Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen in der Region Schleswig Holstein im metallverarbeitenden Betrieben dann mit den Themen zum Beispiel Konflikte im.

00:35:45: Sprecher 2 Dann habe ich eine Spezialisierung, also mindestens so weit sollte man es treiben, damit man sehr, sehr deutlich sagen kann, das ist das Thema, wo ich mich halt auskenne.

00:35:55: Sprecher 2 Viele angehende Coaches tun sich genau damit schwer, weil sie Angst haben zu sagen, ja, muss ich das ja, den Rest meines Lebens machen, oder bin ich ja thematisch total eingeschrän.

00:36:04: Sprecher 2 Und da sag ich immer, nein, das ist ja das Schaufenster und das Schaufenster ist nicht das Warenlager. Ja, und das muss man auch wieder im Hinblick auf Marketing Halt verstehen, und das ist ja auch ne ganz häufige Frage, die bei uns in der Coachingausbildung aufkommt, wie schaffe ich es, authentisch zu bleiben und mich gleichzeitig zu vermarkten?

00:36:23: Sprecher 2 Und das habe ich gerade so ein bisschen versucht zu.

00:36:25: Sprecher 2 Authentisch bleibt man dadurch, dass man die Themen bearbeitet, wo man wirklich eine Expertise hat und wo man anschlussfähig ist.

00:36:32: Sprecher 2 Sowohl thematisch wie auch von der Zielgruppe her. Und das dann aber natürlich auch sichtbar zu machen, glaubwürdig sichtbar zu machen, ist eben ein Teil des Marketings und das braucht es schon, wenn man als Coach, gerade als angehender Coach halt erfolgreich sein will.

00:36:47: Sprecher 2 Es reicht nicht, gut zu sein. Es ist auch wichtig, es andere wissen zu lassen.

00:36:52: Sprecher 2 Und da kommt man nicht drum herum. Gilt übrigens auch für das interne Coaching, weil auch das ein Steuerungsinstrument ist, um den Workload letzten Endes gut zu regulieren.

00:37:05: Sprecher 2 Also welche Themen möchte ich da eigentlich?

00:37:08: Sprecher 2 Weil ein großes Risiko, was wir zum Beispiel von internen Coaches halt kennen, ist.

00:37:13: Sprecher 2 Dass dann Menschen mit allen möglichen, auch teilweise privaten Wehwehchen in das Coaching kommen, selbst wenn man dann teilweise kommuniziert hat, es um berufliche Themen Halt gehen und ist dann teilweise für die internen ganz schwierig wird, wenn sie dann nicht darauf vorbereitet sind, sich sehr, sehr sauber zu verhalten und nicht in so eine Falle zu tappen, und das ist deswegen wie gesagt ein Thema, was nicht nur Externe betrifft, sondern genauso die internen.

00:37:41: Sprecher 2 Und ich erleb das deswegen und ich betone das auch hier deswegen, weil wir ja regelmäßig die Erfahrung machen, dass Interne bei uns die Ausbildung machen und dann sagen, ja, das Thema Marketing brauch ich nicht, weil ich hab ja hier meine internen Prozesse und das halte ich für n Fehler.

00:37:59: Sprecher 3 Jetzt wird glaub ich ganz rund oder haben haben so n radarblick mal Ihnen angeboten zu der Frage was müssen angehende Coaches berücksichtigen?

00:38:10: Sprecher 3 Wir hoffen, das war erstmal n guter erster Einblick, gerne auch ich mach mal den Aufruf noch mal, den wir auch immer haben, wenn es Fragen gibt, wenn es Themen gibt gerne gerne sich bei bei uns melden und soweit möglich integrieren, weil diese Fragen merken das immer wieder in den Folgen auch der Vergangenheit.

00:38:32: Sprecher 3 Von daher ich ich wünsch von meiner Seite allen angehenden Coaches viel Freude beim Coaching, weil ich finde, das ist sozusagen bei der ernsthaften Betrachtung immer noch ganz wesentlich Freude im Miteinander, Freude im Wachsen.

00:38:47: Sprecher 2 Ja, und damit sind wir auch heute mal wieder am Ende der Folge angekommen. Wir sagen wieder Tschüss und auf Wiederhören und würden uns freuen, wenn sie den Podcast abonniert und auch gerne positiv bewerten.

00:38:59: Sprecher 1 Sie hätten den Podcast Business Coaching and More, wenn es Ihnen gefallen hat und sie die kommende Ausgabe nicht versäumen möchten, abonnieren Sie bitte den Podcast auf Wiederhören.

00:39:10: Was?

00:39:13: Was?

Über diesen Podcast

"Business-Coaching and more" von Dr. Christopher Rauen und Andreas Steinhübel richtet sich an professionelle Coaches und Coaching-Interessierte. Die beiden Diplom-Psychologen, die seit über 25 Jahren als Business-Coaches tätig sind und gemeinsam seit 2002 eine Ausbildung zum Business-Coach leiten, wollen mit dem Podcast ihre Erfahrungen rund um Coaching teilen, dabei aber auch über den Tellerrand hinausblicken und aktuelle Themen aufgreifen.

Der Podcast erscheint monatlich.

von und mit Dr. Christopher Rauen & Andreas Steinhübel

Abonnieren

Follow us