60 - Coaching in Bewegung
Wenn im Coaching alles gesagt ist – und sich trotzdem nichts bewegt: Viele Coaching-Prozesse spielen sich im Kopf ab – während der Körper brav auf dem Stuhl bleibt. Doch Stress sitzt im Nacken, Entscheidungen im Bauch und Ideen tauchen beim Spaziergang auf. Körperliche Aktivität übt – aufgrund der bidirektionalen Verbindung zwischen Gehirn und Körper – einen starken Einfluss auf unser Denken aus. Sport, Routinen und selbst kleine Bewegungen lösen daher nicht nur muskuläre, sondern auch gedankliche Blockaden auf. Es gilt, diesen Umstand im Coaching aktiv zu nutzen und faktisch neue Wege zu beschreiten, statt sie nur zu ergründen.
Die Inhalte der Folge auf einen Blick:
- Klassisches Coaching im Sitzen stößt an Grenzen: Bewegung wird als wirkungsvolle Ergänzung eingeführt, wenn „nichts mehr weitergeht“.
- Kleine Interventionen wie Aufstehen, Gehen oder das gemeinsame Begehen des Unternehmens können Energie freisetzen und neue Sichtweisen ermöglichen.
- Die enge, bidirektionale Verbindung zwischen Gehirn und Körper erklärt, warum körperliche Aktivität Denken, Kreativität und Problembewältigung beeinflusst.
- Stress wird immer auch im Körper erlebt: Bewegung hilft, Stresshormone abzubauen und mit belastenden Phasen besser umzugehen.
- Bewegung im Coaching reicht von Spaziergängen über „Gedankengänge“ in der Stadt bis zu kurzen Wegen zum Flipchart, um Themen sichtbar und begreifbar zu machen.
- Kleine, regelmäßig integrierte Bewegungen – auch als Visualisierung oder Gedankenreise – sind wirksamer als große Vorhaben, die nie umgesetzt werden.
- Körperorientierte Ansätze, Walking-Meetings und sportliche Aktivitäten haben nicht nur individuelle, sondern auch soziale und organisationale Effekte und bleiben im Coaching oft unterschätzt.
Dauer: 28:05 Min.
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